Longi Solarmodule 2026: Hi-MO X10 und HPBC 2.0 im Test
Longi Green Energy Technology zählt zu den beiden größten Solarmodulherstellern der Welt. Das wichtigste Produkt für deutsche Eigenheime ist aktuell der Hi-MO X10 mit HPBC-2.0-Rückkontakttechnologie. Dieser Ratgeber ordnet Technik, Modellnamen, Garantie und Preise für den Kauf 2026 ein.
Das Wichtigste in Kürze
- Hersteller: Longi Green Energy Technology, Xi'an (China), Börsenticker 601012 (Shanghai)
- Marktposition 2025: Platz 2 weltweit nach Modul-Auslieferungen hinter Jinko Solar, 82,32 GW Auslieferungen 2024
- Hauptserie 2026: Hi-MO X10 mit HPBC-2.0-Rückkontaktzelle (N-Type), 5 Untermarken (Explorer, Scientist, Artist, Guardian, EcoLife)
- Wirkungsgrad Hi-MO X10: 23,7-24,8 % Serie, Weltrekord 25,4 % (Fraunhofer ISE, Oktober 2024)
- Garantie Hi-MO X10: 15 Jahre Produkt-, 30 Jahre Leistungsgarantie, 88,85 % Restleistung nach 30 Jahren
- Bankability: AAA-Rating seit 26 Quartalen in Folge (PV-Tech ModuleTech, Q2 2026)
- PVEL Top Performer: 2025 zum achten Mal in Folge ausgezeichnet, erneut 2026
- Deutsche Niederlassung: Longi Solar Technologie GmbH, Frankfurt am Main (HRB 108884)
Wer ist Longi und wie zuverlässig ist der Hersteller?
Longi Green Energy Technology Co., Ltd. ist ein chinesischer Photovoltaik-Konzern mit Sitz in Xi'an. Das Unternehmen wurde 2000 als Xi'an Longji Silicon Materials gegründet. Seit 2012 notiert es an der Shanghai Stock Exchange unter dem Ticker 601012. In Deutschland vertreibt die Marke Longi Solar ihre Module über Fachgroßhändler wie Memodo, Krannich Solar und IBC Solar.
Nach InfoLink-Zahlen für 2025 lieferten die zehn größten Hersteller zusammen über 500 GW Module aus. Jinko Solar führt diese Rangliste zum vierten Jahr in Folge an. Der Hersteller aus Xi'an folgt als knapper Zweiter. Sein Wachstum liegt deutlich über dem der übrigen Top vier (InfoLink Consulting, März 2026). Der Geschäftsbericht 2024 weist 82,32 GW Zell- und Modul-Auslieferungen aus. Davon entfielen über 17 GW auf Rückkontakt-Module der neuen HPBC-2.0-Generation.
Zur ehrlichen Einordnung gehört auch die Bilanz: 2024 war für das Unternehmen das bisher schwierigste Geschäftsjahr. Der Konzern verbuchte einen Nettoverlust von 8,618 Mrd. CNY. Umgerechnet sind das rund 1,1 Mrd. Euro (Geschäftsbericht 2024). Die gesamte chinesische PV-Branche schrieb 2024 erstmals seit 2016 rote Zahlen. Grund waren historisch niedrige Modulpreise. Käufer in Deutschland sollten das einordnen: Der Hersteller bleibt finanziell unter Druck. Laut PV-Tech ModuleTech gilt er aber mit AAA-Rating in 26 aufeinanderfolgenden Quartalen (Stand Q2 2026) als bonitätsstärkster chinesischer Modulhersteller.
Was ist HPBC 2.0 und wie unterscheidet es sich von TOPCon, HJT und ABC?
HPBC steht für Hybrid Passivated Back Contact und ist eine Eigenentwicklung von Longi. Alle elektrischen Kontakte sitzen bei dieser Bauweise auf der Rückseite. Die Vorderseite bleibt frei von verschattenden Busbar-Streifen. HPBC gehört zur selben Technologie-Familie wie Aikos ABC oder die klassische IBC-Zelle von Maxeon. Es ist aber eine eigenständige Entwicklung.
Die zweite Generation HPBC 2.0 kombiniert drei Neuerungen. Erstens den proprietären n-Type-TaiRay-Wafer mit 16 % höherer Bruchfestigkeit gegenüber konventionellen Wafern. Zweitens eine Bipolar-Hybrid-Passivierung. Sie hebt die Leerlaufspannung um 15 mV auf 745 mV an. Drittens eine 0BB-Struktur (Zero Busbar) auf der Rückseite. Sie verkürzt den Ladungstransport-Weg um 6,5 % und bringt rund 5 Watt Mehrleistung (Produktlaunch Frankfurt, Februar 2025). Zusätzlich reduziert ein Soft-Breakdown-Design laut Hersteller Verschattungsverluste um über 70 % gegenüber TOPCon-Modulen.
Die folgende Tabelle vergleicht die vier relevanten Zelltechnologien für den deutschen Eigenheim-Markt 2026:
| Technologie | Hersteller-Beispiel | Modul-Wirkungsgrad (Serie) | Temperaturkoeffizient |
|---|---|---|---|
| HPBC 2.0 (N-Type Back Contact) | Longi Hi-MO X10 | 23,7–24,8 % | −0,26 %/°C |
| ABC (N-Type Back Contact) | Aiko Neostar | bis 25,0 % | rund −0,26 %/°C |
| TOPCon | Jinko, JA Solar, Trina, Q CELLS | 21,0–24,3 % | −0,26 bis −0,32 %/°C |
| HJT (Heterojunction) | REC, Huasun | 22,0–25,0 % | −0,24 bis −0,26 %/°C |
| Mono-PERC (Auslauf-Technologie) | Longi Hi-MO 5 | rund 21,0 % | −0,34 bis −0,36 %/°C |
Kurz zusammengefasst: HPBC 2.0 und ABC liegen beim Wirkungsgrad heute vorne, dicht gefolgt von HJT. TOPCon bleibt der Massenmarkt-Standard mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mono-PERC ist 2026 technisch veraltet. Mehr zu den Grundlagen der drei n-Type-Technologien lesen Sie im Ratgeber zu n-Type-Solarmodulen.
Wie viel leistet der Hi-MO X10 wirklich?
Der Hi-MO X10 erreicht je nach Zellformat 23,7 bis 24,8 % Modulwirkungsgrad. Die Nennleistung reicht bis 670 Watt. Longi bietet die Serie in zwei Zellformaten an. Das 54-Zell-Modul liefert bis zu 490 Wp für Standard-Schrägdächer. Das 72-Zell-Großformat mit 144 Halbzellen (6×24) erreicht 640 bis 670 Wp (Produktlaunch Frankfurt, Februar 2025; pv magazine Global, März 2025).
Pv magazine belegt die elektrischen Kerndaten des 72-Zell-Großformats anhand des Herstellerdatenblatts. Die Leerlaufspannung liegt bei 53,70 bis 54,30 V, der Kurzschlussstrom bei 15,13 bis 15,60 A. Die Modulmaße betragen 2.382 × 1.134 × 30 mm. Der Temperaturkoeffizient liegt bei −0,26 %/°C. Die Erstjahresdegradation beträgt 1 %, danach sinkt die Leistung linear um 0,35 % pro Jahr (pv magazine Global, 6. März 2025). Diese Werte passen exakt zur Garantieangabe auf der offiziellen Produktseite: 88,85 % Leistungserhalt nach 30 Jahren.
Die Garantie ist beim Hi-MO X10 seit dem EU-Relaunch der Produktseite einheitlich geregelt: 15 Jahre Produkt- und Materialgarantie, 30 Jahre lineare Leistungsgarantie (eu.longi.com, Stand Sommer 2026). Das gilt herstellerseitig für alle Hi-MO-X10-Untermarken. Wettbewerber wie Aiko, Trina und Q CELLS werben dagegen serienmäßig mit 25 Jahren Produktgarantie. Das ist ein realer Nachteil des Standardangebots. Käufer sollten ihn im Angebot gegenrechnen.
Gerald Müller, Sales Director DACH bei Longi Solar DG, ordnet die Zielgruppe so ein: „The Hi-MO X10 is the ideal solution for the DACH region, where efficiency, durability, and reliability are key […] the module's low-light performance is significantly better than that of TOPCon modules" (Pressemitteilung, Frankfurt, 14. Februar 2025).
Welche Untermarken gibt es in der Hi-MO X10-Familie?
Der Hi-MO X10 erscheint unter fünf Untermarken. Sie unterscheiden sich vor allem in Optik und Bauweise. Explorer ist die Standardvariante mit schwarzem Rahmen in Glas-Folie-Bauweise. Scientist ist die bifaziale Glas-Glas-Premiumlinie. Artist ist die Full-Black-Variante mit schwarzer Rückseitenfolie. Guardian umfasst Spezialversionen, darunter ein besonders leichtes „Light Design"-Modul für Dächer mit begrenzter Traglast. EcoLife ist die seit 2025 für Privatkunden positionierte Dual-Glass-Full-Black-Linie (Produktseiten und Markteinführungen Australien/DACH, 2025).
Alle fünf Untermarken teilen sich dieselbe HPBC-2.0-Zelle. Auch die Garantie ist identisch: 15 Jahre Produkt- und 30 Jahre Leistungsgarantie. Der Unterschied liegt in Optik, Glas-Aufbau und Zielgruppe, nicht im elektrischen Kern. Mehr zur Bauweise mit geteilten Zellen lesen Sie im Ratgeber zu Halbzellen-Solarmodulen.
Was ist das Modell LR5-54HIH-410M, und lohnt sich der Kauf 2026 noch?
Das LR5-54HIH-410M ist kein Hi-MO-X10-Modul. Es ist ein zwei Generationen altes Mono-PERC-Panel aus der Hi-MO-5m-Familie. Es gehört zur Gallium-dotierten p-Type-Serie. Diese Serie verkaufte der Hersteller vor der HPBC-Ära als Volumenprodukt. Wer nach diesem Modellcode sucht, kauft technisch ein Auslaufmodell, kein aktuelles Spitzenprodukt.
Die Datenblattwerte im Überblick (Distributoren-Datenblatt Hi-MO 5m, LR5-54HIH-Serie): 410 Wp Nennleistung, 21,0 % Modulwirkungsgrad, 108 Halbzellen im 6×18-Format. Dazu kommen ein Glas-Folie-Aufbau mit schwarzem Aluminiumrahmen, Modulmaße von 1.722 × 1.134 × 30 mm und ein Gewicht von rund 21 kg. Der Hersteller nennt für die Hi-MO-5m-Baureihe 25 Jahre lineare Leistungsgarantie. Die Produktgarantie liegt je nach Distributor niedriger als beim aktuellen Hi-MO X10.
Ein Neukauf des LR5-54HIH-410M ist 2026 nur noch in engen Grenzen sinnvoll: als Ergänzung einer Bestandsanlage mit baugleichen Modulen oder bei sehr niedrigem Restposten-Preis. Auf identischer Dachfläche liefert ein aktuelles Hi-MO X10 durch den höheren Wirkungsgrad deutlich mehr Leistung.
Wie schneidet Longi bei unabhängigen Tests und Ratings ab?
Longi erreicht bei unabhängigen Zuverlässigkeits- und Bonitätsratings durchgehend Bestwerte. In der Kiwa-PVEL-Reliability-Scorecard 2025 wurde der Hersteller zum achten Mal in Folge als Top Performer ausgezeichnet. Er gehört zu nur drei Herstellern weltweit, die zusätzlich beim PAN-Energy-Yield-Test top bewertet wurden (eu.longi.com, 2025). Auch in der Scorecard 2026 gab es erneut die Top-Performer-Auszeichnung (Kiwa PVEL, 2026).
Tristan Erion-Lorico, Vice President of Sales and Marketing bei Kiwa PVEL, ordnete die Bedeutung der Auszeichnung so ein: „The rapid pace of innovation in the PV module landscape is encouraging, and it's great to see more products achieving Top Performer status" (Kiwa PVEL, Scorecard-Veröffentlichung 2025).
Beim Bankability-Rating von PV-Tech ModuleTech hält der Hersteller seit 26 aufeinanderfolgenden Quartalen die Bestnote AAA (Stand Q2 2026). Das ist wichtig für Versicherbarkeit und Finanzierung von Eigenheim-Anlagen. TÜV Rheinland zeichnete Longi 2024 zum achten Mal in Folge mit dem „All Quality Matters"-Award in der Modul-Kategorie aus (TÜV Rheinland, September 2024). Forschungsseitig hält das Unternehmen seit Oktober 2024 den vom Fraunhofer ISE zertifizierten Weltrekord für kristalline Silizium-Module: 25,4 % Modulwirkungsgrad. Dieser Rekord ist im NREL-Rekordchart verzeichnet. Es war der erste Weltrekord eines chinesischen Herstellers seit Beginn der Aufzeichnungen 1988 (pv magazine Global, 24. Oktober 2024). Serienmodule des Hi-MO X10 erreichen davon aktuell bis 24,8 %. Für die Innovation bei rückkontakt-bifazialen Modulen erhielt der Hi-MO X10 zusätzlich den pv magazine Award 2025 in der Kategorie Module.
Ein Stiftung-Warentest-Einzeltest von PV-Modulen liegt Stand Sommer 2026 nicht vor. Die Prüforganisation testet aktuell nur komplette PV-Anlagenpakete.
Wie unterscheidet sich der Hi-MO X10 von Aiko, Jinko, Trina und Q CELLS?
Im Premium-Segment konkurriert der Hi-MO X10 direkt mit Aikos Neostar-Serie. TOPCon-Module von Jinko, Trina und Q CELLS besetzen dagegen das mittlere Preissegment. Die folgende Tabelle stellt die zentralen Kaufkriterien gegenüber:
| Hersteller / Modul | Zelltechnologie | Wirkungsgrad | Produktgarantie | Hagel-Test |
|---|---|---|---|---|
| Longi Hi-MO X10 | HPBC 2.0 (N-Type BC) | 23,7–24,8 % | 15 Jahre | 25 mm (IEC-Mindestwert) |
| Aiko Neostar 2S/3P | ABC (N-Type BC) | bis 25,0 % | 25 Jahre | 40 mm bei 27,5 m/s |
| Jinko Tiger Neo | TOPCon | 22,0–22,8 % | meist 12–15 Jahre | 35 mm (Marktstandard) |
| Trina Vertex S+ | TOPCon | 22,0–23,8 % | meist 25 Jahre | 35 mm (Marktstandard) |
| Q CELLS Q.TRON | TOPCon (Q.ANTUM Neo) | rund 22,5 % | meist 25 Jahre | 35 mm (Marktstandard) |
Die Stärken liegen im Temperaturkoeffizienten von −0,26 %/°C, in der belegten Serien-Zuverlässigkeit (PVEL, AAA-Bankability) und im niedrigen Verschattungsverlust durch das Soft-Breakdown-Design. Die Schwächen: Die Standard-Produktgarantie von 15 Jahren liegt unter dem, was Aiko, Trina und Q CELLS heute serienmäßig bieten. Aiko Neostar übertrifft den Hi-MO X10 zusätzlich beim TÜV-Rheinland-zertifizierten Hagel-Test mit 40 mm bei 27,5 m/s statt des IEC-Mindestwerts 25 mm. Für Hagel-Risikogebiete in Bayern und Baden-Württemberg ist das ein relevanter Auswahlpunkt. Mehr zur ABC-Technologie von Aiko im Aiko-Solar-Ratgeber.
Was kostet ein Longi-Solarmodul 2026?
Module über 23 % Wirkungsgrad – dazu zählen TOPCon- und Back-Contact-Module wie der Hi-MO X10 – kosteten im Großhandel Anfang Mai 2026 rund 0,150 Euro pro Watt. Im Januar 2026 lag der Wert noch bei 0,115 Euro pro Watt. Das ist der stärkste Preisanstieg innerhalb von fünf Monaten seit 2021 (pvXchange-Modulpreisindex, zitiert nach pv magazine Deutschland, Mai 2026). Ursache sind laut Berichterstattung veränderte chinesische Exportregeln und steigende Materialkosten. Auch im weiteren Jahresverlauf 2026 rief die chinesische Regierung Hersteller zur Beendigung des Preiskampfs auf (pv magazine Global, 4. August 2026).
Deutsche Distributoren wie Memodo und Krannich Solar veröffentlichen Endkundenpreise für den Hi-MO X10 meist nicht offen. Sie nennen sie erst im individuellen Angebot. Verlässliche, tagesaktuelle Stückpreise pro Modul lassen sich öffentlich daher nicht seriös belegen. Verlassen Sie sich für die Kalkulation auf ein aktuelles Angebot Ihres Installateurs statt auf einzelne Online-Shop-Momentaufnahmen. Allgemeine Preisniveaus für Komplettanlagen finden Sie im Ratgeber zu Solarmodulen im Vergleich.
Für wen lohnt sich welches Longi-Modul?
Für ein Standard-Eigenheimdach ohne Verschattung ist der Hi-MO X10 Explorer die naheliegende Wahl. Im 54-Zell-Format bietet er den besten Kompromiss aus Wirkungsgrad und Preis. Designorientierte Bauherren greifen zum Full-Black-Modell Artist oder zur Dual-Glass-Variante EcoLife. Bei sehr begrenzter Dachfläche lohnt sich die bifaziale Scientist-Linie mit dem höchsten Wirkungsgrad der Serie.
Für Käufer mit kleinem Budget bleiben Restposten älterer Serien wie Hi-MO 6 oder Hi-MO X6 eine Option. Voraussetzung: Der Preis pro Watt liegt deutlich unter dem aktuellen Marktniveau, und die Garantieabwicklung läuft über die deutsche Niederlassung. Wer maximale Hagelfestigkeit für süddeutsche Risikogebiete braucht, sollte zusätzlich ein Angebot für Aiko Neostar einholen und die Zertifikate direkt vergleichen. Einen Überblick über monokristalline Zelltechnik bietet der Ratgeber zu monokristallinen Solarmodulen.
Häufige Fragen zu Longi Solarmodulen
Ist Longi ein guter Hersteller?
Ja, mit Einschränkungen bei der Garantie. Der Hersteller liefert 2025 als knapper Zweiter hinter Jinko Solar weltweit die meisten Module aus. Er hält seit 26 Quartalen das AAA-Bankability-Rating und wurde 2025 zum achten Mal als PVEL Top Performer ausgezeichnet. Finanziell stand der Konzern 2024 mit 8,618 Mrd. CNY Nettoverlust unter Druck.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad des Hi-MO X10?
Serienmodule erreichen 23,7 bis 24,8 % Modulwirkungsgrad, abhängig vom Zellformat und der Bin-Klasse. Der im Oktober 2024 aufgestellte, Fraunhofer-ISE-zertifizierte Weltrekord liegt bei 25,4 %. Er bezieht sich auf ein einzelnes Rekordmodul, nicht auf die Serienproduktion.
Wie lange ist die Garantie auf Longi-Module?
Der aktuelle Hi-MO X10 hat laut offizieller Produktseite eine einheitliche Garantie: 15 Jahre auf Produkt und Material, 30 Jahre linear auf die Leistung mit 88,85 % Restleistung nach 30 Jahren. Ältere Serien wie Hi-MO 5 haben kürzere und uneinheitlichere Garantiezeiten.
Was ist HPBC 2.0, und wie unterscheidet es sich von TOPCon?
HPBC 2.0 ist die Rückkontakt-Zelltechnologie im Hi-MO X10: Alle Kontakte sitzen auf der Rückseite, die Vorderseite bleibt frei von Busbars. TOPCon dagegen nutzt eine passivierte Rückseite mit klassischer Vorderseiten-Verschaltung. HPBC-2.0-Module erreichen dadurch 1 bis 2 Prozentpunkte mehr Wirkungsgrad als TOPCon-Module gleicher Größe.
Welches Modell steckt hinter dem oft gesuchten LR5-54HIH-410M?
Das LR5-54HIH-410M ist ein Hi-MO-5m-Modul mit Mono-PERC-Zellen, 410 Wp Nennleistung und 21,0 % Wirkungsgrad. Es ist kein HPBC- und kein TOPCon-Modul, sondern ein zwei Generationen altes p-Type-Produkt. 2026 ist es nur noch als Restposten verfügbar.
Was kostet ein Longi-Solarmodul 2026?
Hocheffiziente Module über 23 % Wirkungsgrad kosteten im Großhandel Anfang Mai 2026 rund 0,150 Euro pro Watt (pvXchange-Index), nach 0,115 Euro pro Watt im Januar 2026. Verlässliche Endkundenpreise pro Stück nennen deutsche Distributoren erst im individuellen Angebot.
Ist der Hi-MO X10 besser als der Aiko Neostar?
Beim Wirkungsgrad liegt Aiko Neostar mit bis zu 25,0 % knapp vorn, beim Hagel-Test mit 40 mm deutlich vorn. Der Hi-MO X10 punktet mit belegter Serien-Zuverlässigkeit über PVEL und AAA-Bankability sowie einem sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten. Bei der Standard-Produktgarantie liegt Aiko mit 25 Jahren vorne, Longi mit 15 Jahren dahinter.
Welche Untermarken gibt es beim Hi-MO X10?
Es gibt fünf Untermarken: Explorer als Standardvariante, Scientist als bifaziale Glas-Glas-Linie, Artist als Full-Black-Modul, Guardian mit Spezialversionen wie einer besonders leichten Ausführung, und EcoLife als Dual-Glass-Linie für Privatkunden. Alle nutzen dieselbe HPBC-2.0-Zelle und dieselbe Garantiestruktur.
Longi Green Energy Technology, Geschäftsbericht 2024 und Produktseiten (2025/2026); pv magazine Global, Berichterstattung zu Hi-MO X10 und Modulpreisindex (2024–2026); Kiwa PVEL, PV Module Reliability Scorecard (2025/2026); PV-Tech ModuleTech, Bankability-Ratings (Q2 2026); TÜV Rheinland, „All Quality Matters"-Award (2024); Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Modul-Effizienz-Zertifizierung (Oktober 2024); InfoLink Consulting, globales Modul-Shipment-Ranking (2025); Handelsregister Frankfurt am Main, HRB 108884.


