Max Nestler
September 1, 2026
Lesezeit
9
Minuten
Wärmepumpe
Grundlagen

Sole-Wasser-Wärmepumpe: Effizient heizen dank Erdwärme

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ist der technische Fachbegriff für die Wärmepumpe, die viele Hausbesitzende Erdwärmepumpe nennen. Sie entzieht dem Erdreich über einen Sole-Kreislauf Wärme und erreicht im Feldtest eine Jahresarbeitszahl von durchschnittlich 4,3. Dieser Ratgeber erklärt, was Sole technisch ist, wie sich Erdsonde und Erdkollektor unterscheiden und welche Genehmigung eine Bohrung braucht.

Inhaltsverzeichnis
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Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Sole-Wasser-Wärmepumpe ist der technische Fachbegriff für die Erdwärmepumpe, nutzt Erdreich über geschlossenen Sole-Kreislauf (VDI 4640, Richtlinie Thermische Nutzung des Untergrunds)
  • Sole-Zusammensetzung: Wasser-Glykol-Gemisch mit 25 bis 35 Prozent Ethylen- oder Propylenglykol, Frostschutz bis mindestens -15 °C (Fachliteratur Sole-Wärmeträger (u. a. Buderus, Viessmann), VDI 4640)
  • Erdsonde: 40 bis 150 Meter Bohrtiefe, typischer Bohrmeterbedarf Einfamilienhaus 70 bis 150 Meter (42watt-Ratgeber Erdwärmepumpe; VDI 4640)
  • Erdkollektor: 1,2 bis 1,5 Meter Verlegetiefe, Flächenbedarf 1,5- bis 2,5-fache Wohnfläche (42watt-Ratgeber Erdwärmeheizung)
  • Effizienz: Jahresarbeitszahl Sole-Wasser im Feldtest Ø 4,3, Bandbreite 3,6 bis 5,4 (Fraunhofer ISE, Feldtest November 2025)
  • Förder-Mindest-JAZ: 3,8 für Sole-Wasser-/Wasser-Wasser-Wärmepumpen, 3,0 für Luft-Wasser-Wärmepumpen (VDI 4650 Blatt 1, KfW BEG 458)
  • Genehmigung: Erdsonden-Bohrung anzeigepflichtig nach § 49 WHG mindestens 1 Monat vor Baubeginn, Bergrechts-Schwelle seit GeoBG auf 400 Meter angehoben (Wasserhaushaltsgesetz § 49; Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG), seit 23.12.2025)
  • Förderung 2026: Grundförderung 30 Prozent, Klimageschwindigkeitsbonus 16 Prozent, Einkommensbonus gestaffelt 40/30/10 Prozent, Deckel 70 Prozent (80 Prozent bei ≤ 40.000 € Einkommen), kein Effizienzbonus mehr seit 21.07.2026 (KfW, Information für Multiplikatoren BEG 458, Stand 09.07.2026)

Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entzieht dem Erdreich Wärme über einen Sole-Kreislauf und überträgt sie per Kältemittelkreislauf auf das Heizungswasser. Der Name benennt die zwei beteiligten Medien: Sole als Wärmeträger im Untergrund, Wasser als Übertragungsmedium im Heizsystem. Fachbetriebe, Normen und Förderprogramme verwenden „Sole-Wasser-Wärmepumpe" als technischen Begriff. „Erdwärmepumpe" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für dasselbe Gerät. Beide Begriffe meinen identische Technik, kein unterschiedliches Produkt.

Ab 10 bis 15 Metern Tiefe bleibt die Erdtemperatur ganzjährig stabil bei 8 bis 12 Grad Celsius (VDI 4640, Richtlinie Thermische Nutzung des Untergrunds). Diese Konstanz unterscheidet die Sole-Wasser-Wärmepumpe von der Luft-Wasser-Wärmepumpe, deren Wärmequelle im Winter stark abkühlt. Ein Verdichter hebt die Sole-Wärme im Kältekreislauf anschließend auf Heiztemperatur an, ganz ähnlich wie bei jeder anderen Wärmepumpe.

Was ist Sole und warum braucht die Wärmepumpe sie?

Sole ist ein Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel, meist Ethylenglykol oder Propylenglykol, mit einem Glykolanteil von 25 bis 35 Prozent. Reines Wasser würde im Betrieb gefrieren und die Rohrleitung sprengen. Deshalb kommt Sole zum Einsatz, nicht aus technischer Vorliebe, sondern aus physikalischer Notwendigkeit.

Der Grund liegt im Verdampfer der Wärmepumpe. Dort kühlt die zirkulierende Flüssigkeit auf minus 3 bis minus 5 Grad Celsius ab, um dem Kältemittel Wärme zu übergeben. Bei diesen Temperaturen würde reines Wasser einfrieren. Die Glykol-Beimischung senkt den Gefrierpunkt auf mindestens minus 15 Grad Celsius. Das schützt Erdsonde, Erdkollektor und die gesamte Rohrleitung vor Frostschäden. Hersteller wie Buderus und Viessmann mischen der Sole zusätzlich Korrosionsinhibitoren bei. Diese verhindern, dass Metallbauteile im Kreislauf durch das Frostschutzmittel angegriffen werden.

Die Sole zirkuliert in einem vollständig geschlossenen Rohrsystem. Sie hat keinen direkten Kontakt zum Erdreich oder zum Grundwasser. Das unterscheidet den Sole-Kreislauf grundlegend von einer offenen Grundwassernutzung, wie sie die Wasser-Wasser-Wärmepumpe im nächsten Abschnitt einsetzt.

Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Wo liegt der technische Unterschied?

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt einen geschlossenen Frostschutz-Kreislauf im Erdreich, die Wasser-Wasser-Wärmepumpe pumpt Grundwasser direkt zur Wärmepumpe. Beide Systeme zählen zu den erdgebundenen Wärmepumpen. Sie unterscheiden sich aber deutlich in Technik, Effizienz und Voraussetzungen.

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe fördert Grundwasser über einen Saugbrunnen an die Oberfläche. Das Wasser gibt seine Wärme direkt im Verdampfer ab und fließt über einen Schluckbrunnen zurück ins Erdreich. Ein Frostschutzmittel ist dabei nicht nötig, weil Grundwasser bei den üblichen Fördertiefen nicht gefriert. Das spart den Zwischenschritt über die Sole und ermöglicht eine höhere Jahresarbeitszahl von 4,5 bis 5,0 laut Herstellerangaben. Diese Bauweise setzt jedoch einen ausreichend hohen, gut erschlossenen Grundwasserleiter voraus und verlangt eine strengere wasserrechtliche Prüfung mit Wasseranalyse.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe kommt dagegen ohne Grundwasserkontakt aus. Der geschlossene Sole-Kreislauf funktioniert auf fast jedem Grundstück, unabhängig vom Grundwasserstand. Das macht sie zur deutlich häufiger gebauten Variante der erdgebundenen Wärmepumpen. Eine ausführliche technische Einordnung der Grundwasser-Variante, inklusive Brunnenanlage und Wasserqualitäts-Anforderungen, liefert der Ratgeber Wasser-Wasser-Wärmepumpe.

Erdkollektor oder Erdsonde: Die zwei Sole-Erschließungsvarianten

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erschließt ihre Wärmequelle entweder über einen horizontalen Erdkollektor oder eine vertikale Erdsonde. Beide Varianten führen Sole durch das Erdreich, unterscheiden sich aber in Verlegetiefe, Flächenbedarf und Genehmigungsaufwand deutlich.

Der Erdkollektor verlegt Rohrschlangen mäanderförmig in 1,2 bis 1,5 Metern Tiefe, knapp unterhalb der Frostgrenze. Er braucht eine unbebaute, unversiegelte Fläche vom 1,5- bis 2,5-Fachen der beheizten Wohnfläche. Die Erdsonde reicht dagegen als Bohrung 40 bis 150 Meter senkrecht in den Untergrund. Ein Einfamilienhaus benötigt üblicherweise 70 bis 150 Bohrmeter, meist aufgeteilt auf zwei Sonden unter jeweils 100 Metern.

MerkmalErdkollektorErdsonde
Verlegetiefe1,2 bis 1,5 m40 bis 150 m
Bohr-/VerlegeaufwandErdaushub, keine BohrungTiefenbohrung
Flächenbedarf1,5- bis 2,5-fache Wohnflächenur Bohrpunkt
Spezifische Entzugsleistungtemperaturabhängig, saisonal schwankend20 bis 100 W/m, ganzjährig stabil (VDI 4640)
Genehmigungmeist nur AnzeigeAnzeige, ggf. Erlaubnis

Die spezifische Entzugsleistung beschreibt, wie viel Wärmeleistung ein Meter Bohrung oder Kollektorfläche liefert. Nach VDI 4640 reicht sie von 20 Watt pro Meter in trockenem Sand bis 100 Watt pro Meter in Granit oder Gneis. Die Erdsonde nutzt die ganzjährig stabile Tiefentemperatur und liefert deshalb eine gleichmäßigere Entzugsleistung als der oberflächennahe Kollektor. Eine detaillierte Kostenaufstellung für beide Erschließungsvarianten liefert der Ratgeber zur Erdwärmepumpe.

Genehmigungspflicht bei Erdsonden: Was verlangt das Wasserhaushaltsgesetz?

Eine Erdsonden-Bohrung ist nach Paragraf 49 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) anzeigepflichtig, mindestens einen Monat vor Baubeginn. Die Anzeige geht an die zuständige untere Wasserbehörde. Eine geschlossene Sole-Sonde entnimmt und leitet kein Grundwasser. Deshalb reicht in den meisten Fällen die formlose Anzeige.

Durchbohrt die Sonde mehrere Grundwasserstockwerke, prüft die Behörde strenger. Sie kann dann zusätzlich ein wasserrechtliches Erlaubnisverfahren verlangen oder die Bohrung untersagen. In Wasserschutzgebieten der Zonen I und II lehnen Behörden Erdsonden-Anträge in der Regel ab. Der Erdkollektor berührt kein Grundwasser und kommt deshalb fast immer mit der einfachen Anzeige aus.

Seit dem 23. Dezember 2025 gilt zusätzlich das Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG). Es setzt die bergrechtliche Schwelle für oberflächennahe Geothermie-Anlagen auf 400 Meter Tiefe. Zuvor griff nach Paragraf 127 Bundesberggesetz bereits ab 100 Metern eine zusätzliche bergrechtliche Prüfung. Für Erdsonden von Einfamilienhäusern mit 40 bis 150 Metern Tiefe entfällt dadurch die frühere bergrechtliche Anzeige beim Landesbergamt. Die wasserrechtliche Anzeige nach Paragraf 49 WHG bleibt davon unberührt und bleibt weiterhin Pflicht.

Fachbetriebe mit Zertifizierung nach DVGW-Arbeitsblatt W 120-2 weisen ihre Fachkunde für Geothermiebohrungen nachweislich nach. Details zum Antragsverlauf, zu Bohrfirmen und typischen Verzögerungen liefert der Ratgeber zur Erdwärmeheizung.

Wie effizient ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe im technischen Vergleich?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erreicht im Feldtest eine Jahresarbeitszahl von durchschnittlich 4,3, mit einer Bandbreite von 3,6 bis 5,4. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt, wie viele Kilowattstunden Heizwärme aus einer Kilowattstunde Strom entstehen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat diese Werte im November 2025 an 77 Wärmepumpen im Feldbetrieb gemessen.

WärmepumpentypJAZ-MittelwertBandbreiteDatenquelle
Luft-Wasser3,42,6 bis 4,9Fraunhofer ISE, Feldtest 2025
Sole-Wasser (Erdsonde/-kollektor)4,33,6 bis 5,4Fraunhofer ISE, Feldtest 2025
Wasser-Wasser4,5 bis 5,0Herstellerangaben, nicht Feldtest

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe liegt zwischen der Luft-Wasser- und der Wasser-Wasser-Variante. Sie profitiert von der stabilen Erdtemperatur, verliert aber gegenüber dem direkten Grundwasserkontakt einen kleinen Effizienzanteil durch den zusätzlichen Sole-Kreislauf. Wichtig für die Einordnung: Die Wasser-Wasser-Werte stammen aus Herstellerangaben, nicht aus derselben Feldstudie. Beide Werte gehören nicht gemittelt, sondern getrennt betrachtet.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude verlangt für Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen eine höhere technische Mindest-JAZ als für Luft-Wasser-Anlagen: 3,8 statt 3,0, nachgewiesen nach VDI 4650 Blatt 1. Diese höhere Fördervoraussetzung spiegelt das technische Effizienzpotenzial der erdgebundenen Bauweise wider. Eine ausführliche Erklärung der Berechnung, der Messmethode und der Unterschiede zu COP und SCOP liefert der Ratgeber Jahresarbeitszahl.

Was kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett installiert 25.000 bis 45.000 Euro, vor Abzug der Förderung. Der Erdkollektor liegt am unteren, die Erdsonde mit Tiefenbohrung am oberen Ende dieser Spanne. Die genaue Summe hängt von Heizlast, Bodenbeschaffenheit und Region ab.

Eine vollständige Kostenaufschlüsselung nach Erschließungsart, Bohrmeterpreis und Vergleich zur Luftwärmepumpe finden Sie im Ratgeber Erdwärmepumpe. Einen Gesamtüberblick über alle Wärmepumpen-Arten, Betriebskosten und Amortisationsrechnung liefert der Ratgeber Wärmepumpe-Kosten.

Welche Förderung gibt es 2026 für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Seit dem 21. Juli 2026 fördert der Bund eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 30 Prozent Grundförderung, kombinierbar mit weiteren Boni bis maximal 70 Prozent. Bei einem Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro liegt der Deckel bei 80 Prozent. Diese Sätze gelten laut KfW-Information für Multiplikatoren vom 9. Juli 2026 für alle Wärmepumpen-Typen gleichermaßen, unabhängig von der Wärmequelle.

Der Klimageschwindigkeitsbonus bringt 16 Prozent beim Austausch einer alten Öl-, Kohle- oder Gasheizung. Der Einkommensbonus staffelt sich nach Haushaltseinkommen: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Wichtig für ältere Ratgeber: Der frühere Effizienzbonus von 5 Prozent für Erdwärme und natürliche Kältemittel ist seit der Reform entfallen. Er existiert seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr. Eine vollständige Übersicht aller Fördersätze, Fristen und des Antragswegs liefert der Ratgeber Erdwärmeheizung.

Vor- und Nachteile einer Sole-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

Der größte Vorteil einer Sole-Wasser-Wärmepumpe ist die ganzjährig stabile, hohe Effizienz, der größte Nachteil sind Erschließungskosten und Genehmigungsdauer. Der Sole-Kreislauf erlaubt zudem eine passive Kühlung im Sommer, ganz ohne laufenden Verdichter (Geocooling). Diese Funktion bieten Luftwärmepumpen ohne Zusatzmodul nicht.

Die Mehrkosten gegenüber einer Luftwärmepumpe liegen bei 8.000 bis 15.000 Euro für Bohrung oder Kollektor. Die wasserrechtliche Anzeige verlängert die Planung um mindestens einen Monat. Eine vollständige Gegenüberstellung aller Vor- und Nachteile, inklusive Sondenschäden und Marktanteil, liefert der Ratgeber Heizen mit Erdwärme.

Häufige Fragen zur Sole-Wasser-Wärmepumpe

Ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe dasselbe wie eine Erdwärmepumpe?

Ja. Sole-Wasser-Wärmepumpe ist der technische Fachbegriff, Erdwärmepumpe die umgangssprachliche Bezeichnung. Beide meinen dieselbe Technik: eine Wärmepumpe, die dem Erdreich über einen Sole-Kreislauf Wärme entzieht.

Wie funktioniert eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Sole aus Wasser und Frostschutzmittel zirkuliert in einer Erdsonde oder einem Erdkollektor und nimmt dort Erdwärme auf. Im Verdampfer gibt die Sole diese Wärme an ein Kältemittel ab. Ein Verdichter erhöht anschließend Druck und Temperatur des Kältemittels für die Heizung.

Warum braucht eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kein reines Wasser?

Reines Wasser würde im Verdampfer bei minus 3 bis minus 5 Grad Celsius gefrieren und die Rohrleitung beschädigen. Das Frostschutzmittel in der Sole senkt den Gefrierpunkt auf mindestens minus 15 Grad Celsius und verhindert das.

Was sind die größten Vor- und Nachteile einer Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Vorteil ist die ganzjährig stabile Jahresarbeitszahl von durchschnittlich 4,3. Nachteile sind höhere Anschaffungskosten von 25.000 bis 45.000 Euro und die Genehmigungsdauer nach Wasserhaushaltsgesetz. Eine ausführliche Gegenüberstellung liefert der Ratgeber Heizen mit Erdwärme.

Was kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektor im Vergleich zur Erdsonde?

Der Erdkollektor liegt mit 18.000 bis 28.000 Euro am unteren Ende der Kostenspanne, die Erdsonde mit Tiefenbohrung bei 25.000 bis 45.000 Euro. Der Unterschied entsteht durch die aufwendigere Bohrung.

Brauche ich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eine Genehmigung?

Ja, meist reicht eine Anzeige nach Paragraf 49 WHG einen Monat vor Baubeginn. Eine zusätzliche wasserrechtliche Erlaubnis wird nur bei mehreren Grundwasserstockwerken oder in Wasserschutzgebieten geprüft.

Fazit: Sole-Wasser-Wärmepumpe als technisch ausgereifte Erdwärme-Lösung

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist der korrekte Fachbegriff für die Erdwärmepumpe. Der Sole-Kreislauf mit Frostschutzmittel macht die Technik unabhängig vom Grundwasserstand und damit auf fast jedem Grundstück einsetzbar. Erdsonde und Erdkollektor unterscheiden sich deutlich in Verlegetiefe und Flächenbedarf, liefern aber beide eine ganzjährig stabile Jahresarbeitszahl von durchschnittlich 4,3. Wer eine Bohrung plant, meldet diese rechtzeitig nach Paragraf 49 WHG bei der unteren Wasserbehörde an. Klären Sie vor der Entscheidung, ob Grundstücksfläche, Budget und Genehmigungslage zur Erdsonde oder zum Erdkollektor passen.

Quellen & Belege

Verein Deutscher Ingenieure, VDI-Richtlinie 4640 (Thermische Nutzung des Untergrunds); Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Feldmessprojekt „WP-QS im Bestand", November 2025; Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Paragraf 49; Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG), in Kraft seit 23.12.2025; Bundesberggesetz (BBergG) Paragraf 127; KfW Bankengruppe, Information für Multiplikatoren zur BEG-458-Heizungsförderung, Stand 09.07.2026; DVGW-Arbeitsblatt W 120-2.