
Mini PV Anlage: Balkonkraftwerk 800W richtig anmelden 2026
Mini PV Anlagen dürfen seit Mai 2024 maximal 800 Watt Wechselrichter-Leistung haben. Die Module dürfen bis 2.000 Watt-Peak stark sein. Die Anmeldung erfolgt nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt komplett. Die Anmeldung dauert 5 bis 10 Minuten online. Die 0-Prozent-Mehrwertsteuer gilt bis Ende 2026. Mieter haben seit Oktober 2024 ein privilegiertes Recht auf Installation. Vermieter können die Montage nicht mehr grundlos ablehnen.

Die Wirtschaftlichkeit hat sich massiv verbessert. Ein 800-Watt-System ohne Speicher kostet 350 bis 700 Euro. Die Amortisation liegt bei 4 bis 5 Jahren. Mit einem 2-Kilowattstunden-Speicher kostet das System 1.200 bis 2.000 Euro. Die Amortisation verlängert sich auf 7 bis 8 Jahre. Dafür steigt der Eigenverbrauch von 50 auf 85 Prozent. Die jährliche Ersparnis erhöht sich von 140 auf 238 Euro. Über 20 Jahre Lebensdauer summiert sich die Ersparnis auf 4.760 Euro mit Speicher gegenüber 2.800 Euro ohne.
Die technischen Anforderungen sind klar definiert. Der Anschluss über normale Schuko-Steckdose ist erlaubt. Die VDE-Norm 0126-95 regelt den Berührungsschutz. Alte Ferraris-Zähler sind übergangsweise bis zu 4 Monate erlaubt. Moderne digitale Zähler mit Rücklaufsperre sind Standard. Bifaziale Module erhöhen den Ertrag um 10 bis 30 Prozent durch Reflexion. MPPT-Tracker im Wechselrichter optimieren jedes Modul einzeln bei Teilverschattung.
Bei 42watt planen wir Ihre Mini PV Anlage nach Ihrem Verbrauchs-Profil. Wir berechnen ob sich ein Speicher für Sie lohnt. Wir melden Ihre Anlage im Marktstammdatenregister an. Wir prüfen kommunale Förderungen in Ihrer Region. Wir dimensionieren die Anlage so dass Eigenverbrauch maximal ist.
Was ist eine Mini PV Anlage genau?
Definition und Abgrenzung
Eine Mini PV Anlage ist eine steckerfertige Photovoltaik-Anlage mit maximal 800 Watt Wechselrichter-Leistung. Die Modul-Leistung darf bis 2.000 Watt-Peak betragen. Der Anschluss erfolgt über normale Haushaltssteckdose. Die Installation ist ohne Elektriker erlaubt. Die Anmeldung ist vereinfacht nur beim Marktstammdatenregister nötig.
Begriffe und ihre Bedeutung:
Mini PV Anlage (Überbegriff):
- Alle kleinen PV-Systeme unter 3 Kilowatt
- Umgangssprachlich für Balkonkraftwerke und ähnliche Systeme
- Nicht rechtlich präzise definiert
- SEO-relevant aber unspezifisch
Balkonkraftwerk (rechtlich präzise):
- Maximal 800 Watt Wechselrichter-Leistung
- Maximal 2.000 Watt-Peak Modul-Leistung
- Steckerfertig über Schuko oder CEE
- Selbstinstallation erlaubt
- Vereinfachte Anmeldung nur Marktstammdatenregister
- Montage auf Balkon, Terrasse, Dach, Garten möglich
Mini Solaranlage (ungenau vermeiden):
- Umgangssprache für 1-3 Kilowatt Systeme
- Kann über 800 Watt Wechselrichter haben
- Kann fachinstalliert sein
- Rechtlich nicht eindeutig
- Besser vermeiden in Dokumentation
Die 800-Watt-Grenze ist entscheidend:
- Bis 800 Watt: Vereinfachte Anmeldung, kein Elektriker
- Ab 801 Watt: Komplizierte Anmeldung, Elektriker-Pflicht
- Die Grenze bestimmt Bürokratie-Aufwand
- Kostenunterschied Installation: 0 Euro selbst versus 500-1.000 Euro Elektriker
Komponenten einer Mini PV Anlage
Solarmodule:
- Leistung: 300-500 Watt-Peak pro Modul
- Technologie: Monokristallin oder bifazial bevorzugt
- Bifaziale Module: Nutzen auch Reflexion von Boden/Wand (plus 10-30 Prozent Ertrag)
- Wirkungsgrad: 20-22 Prozent Standard
- Größe: Typisch 170 × 110 cm pro Modul
- Gewicht: 20-25 Kilogramm pro Modul
Wechselrichter (Mikrowechselrichter):
- Leistung: Maximal 800 Watt AC-Ausgang
- Eingangs-Spannung: 16-60 Volt DC typisch
- MPPT-Tracker: 1, 2 oder 4 Eingänge (mehr ist besser bei Verschattung)
- Wirkungsgrad: 95-97 Prozent
- Schutz: VDE 0126-95 konform (Berührungsschutz, automatische Abschaltung)
- Hersteller: Hoymiles, Growatt, TSUN, Deye beliebt
Halterung:
- Balkon-Halterung: Für Geländer-Montage
- Flachdach-Halterung: Mit Beschwerung ohne Dachdurchdringung
- Schrägdach-Halterung: Mit Dachhaken
- Verstellbar: 0-40 Grad Neigung optimal
- Material: Aluminium korrosionsfest
Optional Batteriespeicher:
- Kapazität: 1,6-5 Kilowattstunden modular
- Technologie: LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat) sicher
- Zyklen: 4.000-6.000 Ladezyklen Lebensdauer
- Integration: Zwischen Module und Wechselrichter oder AC-seitig
- Hersteller: Anker SOLIX, Zendure SolarFlow, EcoFlow beliebt
Leistungs-Übersicht nach System-Größe:
Was ändert sich durch Solarpaket 1 ab 2024?
Die wichtigsten Änderungen
Das Solarpaket 1 trat im Mai 2024 in Kraft. Es revolutionierte die Rahmenbedingungen für Mini PV Anlagen massiv.
Wechselrichter-Leistung erhöht:
- Alt: 600 Watt maximal erlaubt
- Neu: 800 Watt maximal erlaubt
- Plus 33 Prozent mehr Leistung legal
- Bessere Wirtschaftlichkeit durch höheren Ertrag
- Europäische Standards übernommen
Modul-Leistung begrenzt:
- Neu: 2.000 Watt-Peak Maximum definiert
- Vorher: Keine explizite Obergrenze
- Klarheit für Betreiber
- Verhältnis: 2.000 Wp Module bei 800 Watt Wechselrichter optimal
- Grund: Auch bei Schwachlicht 800 Watt erreichen
Anmeldung drastisch vereinfacht:
- Alt: Anmeldung bei Netzbetreiber UND Marktstammdatenregister (doppelt)
- Neu: Nur noch Marktstammdatenregister (einfach)
- Netzbetreiber-Meldung entfällt komplett
- Dauer: 5-10 Minuten online statt Wochen Wartezeit
- Weniger Datenpunkte erforderlich
Ferraris-Zähler übergangsweise erlaubt:
- Alt: Digitaler Zwei-Richtungs-Zähler zwingend vor Inbetriebnahme
- Neu: Alte rückwärtslaufende Ferraris-Zähler temporär bis 4 Monate erlaubt
- Netzbetreiber muss innerhalb 4 Monate Zähler tauschen
- Installation sofort möglich ohne Warten auf Zähler-Tausch
- Kostenfrei für Betreiber
Mieter-Rechte gestärkt:
- Seit Oktober 2024: Privilegierte Maßnahme nach § 554 BGB
- Vermieter können Installation nicht mehr grundlos ablehnen
- Wohnungseigentümer-Gemeinschaften: § 20 WEG gilt
- Ablehnung nur bei massiven Beeinträchtigungen (Denkmalschutz, Statik, Brandschutz)
- Rechtssicherheit für Mieter massiv erhöht
Steuer-Vorteile verlängert:
- 0 Prozent Mehrwertsteuer bis Ende 2026 bestätigt
- Ersparnis: 19 Prozent auf Anschaffungskosten
- Keine Einkommensteuer auf Einspeise-Vergütung
- Vereinfachung: Keine Steuererklärung nötig für kleine Anlagen
Warum 800 Watt die optimale Grenze ist
Technische Gründe:
- Netz-Stabilität: 800 Watt pro Haushalt verkraftbar für Niederspannungs-Netz
- Standard-Sicherung: 16 Ampere Haushaltssicherung reicht (3.680 Watt bei 230 Volt)
- Mehrere Anlagen: Pro Haushalt theoretisch mehrere möglich ohne Netz-Überlastung
- Balance: Zwischen maximaler Erzeugung und Netz-Sicherheit
Praktische Gründe:
- Modul-Kombinationen: 2× 400 Watt sauber oder 4× 500 Watt mit Drosselung
- Verschattung: Bei 2.000 Wp Modulen auch bei Wolken 800 Watt erreichbar
- Eigenverbrauch: 800 Watt deckt typische Grundlast tagsüber (Kühlschrank, Standby, etc.)
- Standard-Geräte: Hersteller haben 800-Watt-Wechselrichter verfügbar
Politische Gründe:
- Kompromiss: Zwischen Solar-Industrie (wollte 1.000 Watt) und Netzbetreibern (wollten 600 Watt)
- EU-Angleichung: 800 Watt in mehreren EU-Ländern Standard
- Lobby-Erfolg: Solar-Handwerk setzte Erhöhung durch
Wie melde ich meine Mini PV Anlage richtig an?
Marktstammdatenregister Schritt-für-Schritt
Die Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) ist gesetzlich verpflichtend. Die Frist beträgt 1 Monat nach Inbetriebnahme. Versäumnis kann Bußgeld von 100 bis 10.000 Euro nach sich ziehen.
Schritt 1 - Account erstellen:
- Website aufrufen: www.marktstammdatenregister.de
- Button klicken: "Registrierung" oder "Neuer Benutzer"
- Email-Adresse eingeben
- Bestätigungs-Link in Email klicken
- Passwort wählen (sicher, mindestens 8 Zeichen)
- Login erstmals durchführen
- Dauer: 3-5 Minuten
Schritt 2 - Betreiber-Profil anlegen:
- Vollständiger Name des Betreibers
- Adresse wo Anlage steht (Installations-Adresse)
- Postadresse wenn abweichend
- Email-Adresse für Rückfragen
- Telefon-Nummer optional
- Speichern und weiter
- Dauer: 2-3 Minuten
Schritt 3 - Anlage registrieren (kritisch):
Stammdaten eingeben:
- Anlagenstatus: "In Betrieb" auswählen
- Inbetriebnahme-Datum: Genaues Datum Installation (wichtig für Vergütung)
- Technologie: "Solare Strahlungsenergie" oder "Photovoltaik"
- Standort: Adresse bestätigen
Technische Daten eingeben:
- Brutto-Leistung Module: In Watt-Peak (z.B. 1.600 Wp bei 4× 400 Wp Modulen)
- Netto-Leistung Wechselrichter: In Watt AC (z.B. 800 W)
- Anzahl Module: Stückzahl (z.B. 4)
- Modul-Typ: Monokristallin oder bifazial
- Hersteller Module: Marke (z.B. Trina Solar, JinkoSolar, Longi)
- Modell Module: Typ-Bezeichnung wenn bekannt
- Hersteller Wechselrichter: Marke (z.B. Hoymiles, Growatt, TSUN)
- Modell Wechselrichter: Typ-Bezeichnung
Speicher-Daten wenn vorhanden:
- Speicher vorhanden: Ja oder Nein
- Speicher-Kapazität: In Kilowattstunden (z.B. 2,0 kWh)
- Speicher-Technologie: Lithium-Ionen oder LiFePO4
- Hersteller Speicher: Marke (z.B. Anker, Zendure)
Montage-Details:
- Aufstellungsort: "Dach", "Balkon", "Terrasse", "Freifläche" oder "Fassade"
- Ausrichtung: Süd, Ost-West, Ost, West, Nord
- Neigungs-Winkel: In Grad (z.B. 30°)
Schritt 4 - Einspeise-Vergütung beantragen:
- Checkbox: "Ich beantrage Einspeise-Vergütung nach EEG" ankreuzen
- ODER: "Ich verzichte auf Einspeise-Vergütung" (nur bei bewusster Null-Einspeisung)
- Empfehlung: Vergütung beantragen auch wenn wenig Einspeisung
- Grund: Vergütung 7,5-8 Cent/kWh ist Bonus für Überschuss-Strom
Schritt 5 - Förderungen dokumentieren:
- KfW-Kredit genutzt: Ja oder Nein
- Kommunale Förderung erhalten: Ja oder Nein mit Betrag
- Sonstige Zuschüsse: Falls vorhanden dokumentieren
Schritt 6 - Zusammenfassung und Absenden:
- Alle Daten nochmal prüfen
- Fehler korrigieren falls nötig
- Button "Speichern und Absenden"
- Bestätigung erscheint
- PDF herunterladen (wichtig aufbewahren 10 Jahre)
- QR-Code generiert mit Anlagen-ID
Nach der Anmeldung:
- Email-Bestätigung Bundesnetzagentur innerhalb 1-3 Tagen
- Anlagen-ID erhalten (Format: SExxxxxxxxxx)
- Netzbetreiber bekommt Info automatisch
- Einspeise-Vergütung startet ab Inbetriebnahme-Datum
- Fertig und legal compliant
Häufige Fehler bei der Anmeldung
Fehler 1 - Falsches Inbetriebnahme-Datum:
- Problem: Nutzer gibt falsches Datum ein
- Folge: Einspeise-Vergütung startet falsch
- Korrektur: Schwierig nachträglich
- Lösung: Genaues Datum notieren bei Installation
Fehler 2 - Wechselrichter-Leistung vergessen:
- Problem: Nur Modul-Leistung 2.000 Wp eingetragen
- Folge: System wirkt überdimensioniert
- Lösung: Beide Werte eintragen (Wp Module UND W Wechselrichter)
Fehler 3 - Speicher nicht dokumentiert:
- Problem: Speicher vorhanden aber nicht eingetragen
- Folge: Unvollständige Dokumentation
- Lösung: Speicher-Kapazität in kWh eintragen
Fehler 4 - Versehentlich auf Vergütung verzichtet:
- Problem: "Verzicht auf Einspeise-Vergütung" angekreuzt aus Versehen
- Folge: Kein Anspruch mehr auf Vergütung jemals
- Lösung: NICHT ankreuzen außer bewusste Null-Einspeisung geplant
Fehler 5 - Zu spät angemeldet:
- Problem: Anmeldung erst 3 Monate nach Installation
- Folge: Einspeise-Vergütung für 2 Monate verloren (nicht rückwirkend)
- Zusätzlich: Ordnungswidrigkeit möglich
- Lösung: Innerhalb 1 Monat anmelden
Lohnt sich ein Speicher bei Mini PV Anlagen?
Eigenverbrauch mit und ohne Speicher
Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch massiv. Ohne Speicher liegt Eigenverbrauch bei 30-50 Prozent. Mit Speicher steigt er auf 60-85 Prozent.
Typischer Tag ohne Speicher:
- 6-9 Uhr morgens: Kein Ertrag (Sonne niedrig), hoher Verbrauch (Kaffee, Dusche)
- 9-16 Uhr mittags: Hoher Ertrag (bis 800 Watt), niedriger Verbrauch (niemand zu Hause)
- 16-22 Uhr abends: Kein Ertrag (Sonne weg), hoher Verbrauch (Kochen, TV, Licht)
- Resultat: Mittags Überschuss wird ins Netz eingespeist für 7,5 Cent/kWh
- Abends Netzstrom gekauft für 35-40 Cent/kWh
- Eigenverbrauch nur 400 von 800 kWh = 50 Prozent
Typischer Tag mit Speicher:
- 6-9 Uhr morgens: Speicher entlädt gespeicherten Strom von gestern
- 9-16 Uhr mittags: PV lädt Speicher mit Überschuss voll
- 16-22 Uhr abends: Speicher entlädt für Abend-Verbrauch
- Resultat: Nur minimale Einspeisung ins Netz
- Nur minimaler Netzstrom-Bezug
- Eigenverbrauch 680 von 800 kWh = 85 Prozent
Wirtschaftlichkeits-Vergleich
System ohne Speicher:
- Anschaffung: 600 € (2× 400 Wp Module plus 800 W Wechselrichter)
- Jahres-Ertrag: 800 kWh bei guter Ausrichtung
- Eigenverbrauch: 50 Prozent = 400 kWh
- Strom-Ersparnis: 400 kWh × 0,35 €/kWh = 140 €/Jahr
- Einspeisung: 400 kWh × 0,075 €/kWh = 30 €/Jahr
- Gesamt-Ersparnis: 170 €/Jahr
- Amortisation: 600 € / 170 € = 3,5 Jahre
- Ersparnis 20 Jahre: 3.400 € (170 € × 20 Jahre)
System mit 2 kWh Speicher:
- Anschaffung: 1.700 € (Module, Wechselrichter, Speicher)
- Jahres-Ertrag: 800 kWh identisch
- Eigenverbrauch: 85 Prozent = 680 kWh
- Strom-Ersparnis: 680 kWh × 0,35 €/kWh = 238 €/Jahr
- Einspeisung: 120 kWh × 0,075 €/kWh = 9 €/Jahr
- Gesamt-Ersparnis: 247 €/Jahr
- Amortisation: 1.700 € / 247 € = 6,9 Jahre
- Ersparnis 20 Jahre: 4.940 € (247 € × 20 Jahre)
Speicher-Mehrwert:
- Mehr-Investition: 1.100 € (1.700 € - 600 €)
- Mehr-Ersparnis pro Jahr: 77 € (247 € - 170 €)
- Amortisation Speicher allein: 14,3 Jahre
- Zusätzliche Ersparnis über 20 Jahre: 1.540 €
Wirtschaftlichkeits-Vergleich Tabelle:
Wann lohnt sich der Speicher?
Speicher lohnt sich wenn:
- Hoher Abend-Verbrauch (Kochen, Waschen, TV nach 18 Uhr)
- Niemand tagsüber zu Hause (wenig Mittags-Eigenverbrauch)
- Hohe Strompreise über 35 Cent/kWh
- Langfristige Nutzung geplant (mindestens 10 Jahre)
- Autarkie wichtiger als reine Wirtschaftlichkeit
Speicher lohnt sich NICHT wenn:
- Hoher Mittags-Verbrauch (Homeoffice, Kochen mittags)
- Niedriger Abend-Verbrauch
- Budget knapp (Speicher kostet Mehr-Investition)
- Kurzfristige Nutzung (unter 7 Jahre)
- Maximale Rendite Priorität
Welche technischen Anforderungen gelten?
Steckdosen-Anschluss und Sicherheit
Schuko-Steckdose erlaubt:
- Normale Haushaltssteckdose (Schutzkontakt) ist legal
- VDE-Norm 0126-95 regelt Sicherheit
- Wechselrichter muss Schutzmechanismen haben
- Automatische Abschaltung bei Netz-Ausfall
- Berührungs-Schutz an Steckern
CEE-Stecker als Alternative:
- Industriestecker (blau, 16 Ampere)
- Robuster als Schuko
- Wetterfest für Außen-Installation
- Elektriker-Installation empfohlen aber nicht Pflicht
- Mehr-Kosten: 50-150 €
Sicherheits-Anforderungen:
- Wechselrichter mit NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz)
- Automatische Abschaltung innerhalb 0,2 Sekunden bei Netz-Ausfall
- Erdung erforderlich (über Schutzleiter Steckdose)
- Überspannungsschutz empfohlen (Typ 2)
- Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) im Verteiler
Zähler-Anforderungen
Digitaler Zähler mit Rücklaufsperre (Standard):
- Moderne Zähler seit ca. 2010
- Verhindert Rückwärtslaufen
- Zeigt Einspeisung und Bezug getrennt
- Kostenloser Tausch durch Netzbetreiber
- Installation innerhalb 4 Monate nach Anmeldung
Alter Ferraris-Zähler (Übergangsweise):
- Mechanischer Zähler mit Drehscheibe
- Läuft rückwärts bei Einspeisung (nicht erlaubt dauerhaft)
- Übergangs-Regelung: 4 Monate erlaubt ab Anmeldung
- Netzbetreiber muss innerhalb 4 Monate tauschen
- Kein Warten nötig: Installation sofort möglich
Zwei-Richtungs-Zähler (bei Einspeisung):
- Misst Bezug und Einspeisung separat
- Erforderlich wenn Einspeise-Vergütung beansprucht
- Kostenlos vom Netzbetreiber installiert
- Abrechnung über Netzbetreiber
- Vergütung 7,5-8 Cent/kWh für eingespeisten Strom
MPPT-Tracker und Verschattung
Was ist MPPT:
- Maximum Power Point Tracking
- Elektronik im Wechselrichter
- Findet optimale Betriebs-Spannung der Module
- Maximiert Leistung bei wechselnden Bedingungen (Wolken, Verschattung)
- Essentiell für hohen Ertrag
1-MPPT-Wechselrichter:
- Ein Eingang für alle Module
- Module in Reihe geschaltet
- Problem: Verschattung eines Moduls reduziert Gesamt-Leistung
- Günstig: 150-250 €
- Geeignet für: Keine Verschattung, identische Module
2-MPPT-Wechselrichter:
- Zwei unabhängige Eingänge
- Jeder Eingang optimiert separat
- Vorteil: Verschiedene Ausrichtungen möglich (Ost + West)
- Teilverschattung eines Moduls reduziert nur halbe Leistung
- Preis: 200-300 €
4-MPPT-Wechselrichter:
- Vier unabhängige Eingänge
- Jedes Modul einzeln optimiert
- Maximum Flexibilität bei Verschattung
- Ideal für Balkon-Montage mit Geländer-Schatten
- Preis: 250-400 €
Verschattungs-Vergleich:
Welche Förderungen gibt es 2025/2026?
Bundesweite Steuer-Vorteile
0-Prozent-Mehrwertsteuer bis Ende 2026:
- Gilt für alle PV-Komponenten bis 30 Kilowatt-Peak
- Umfasst: Module, Wechselrichter, Speicher, Halterung, Kabel
- Ersparnis: 19 Prozent auf Anschaffungs-Preis
- Beispiel: System 1.000 € netto = 1.000 € brutto (statt 1.190 €)
- Keine Beantragung nötig (automatisch beim Kauf)
Einkommensteuer-Befreiung:
- Keine Einkommensteuer auf Einspeise-Vergütung
- Gilt für Anlagen bis 30 Kilowatt-Peak
- Vereinfachung: Keine Steuererklärung nötig
- Gilt auch für Eigenverbrauch-Vorteil
- Spart Steuerberater-Kosten und Bürokratie
Kommunale Förderungen in Hessen
Kassel:
- Pauschal-Zuschuss: 150 € pro Anlage
- Sozial-Bonus: Bis 500 € für einkommensschwache Haushalte
- Bedingung: Energie-Beratung vorher
- Antrag: Bei Stadt Kassel online
- Budget: Begrenzt, first come first serve
Darmstadt:
- Gestaffelt: 200 € für 1 Modul, 400 € für 2 Module
- Maximum: 50 Prozent der Kosten
- Bedingung: Anschaffung nach Bewilligung
- Antrag: Mindestens 4 Wochen vor Kauf
- Budget: Jährlich neu aufgelegt
Frankfurt am Main:
- Zuschuss: Bis 200 € pauschal
- Bedingung: Wohnsitz in Frankfurt
- Kombination: Mit anderen Energiespar-Maßnahmen möglich
- Antrag: Online-Portal Stadt Frankfurt
- Bearbeitungs-Zeit: 4-8 Wochen
Wiesbaden:
- Zuschuss: Bis 200 € pro Anlage
- Besonderheit: Auch Mieter antragsberechtigt
- Bedingung: Anmeldung MaStR nachweisen
- Antrag: Bei Umwelt-Amt Wiesbaden
- Budget: Limitiert auf 50 Anlagen pro Jahr
KfW-Kredit-Programme
KfW-Programm 270 (Erneuerbare Energien Standard):
- Kredit bis 50.000 € pro Vorhaben
- Zins-Satz: Aktuell 4,5-6 Prozent effektiv (marktabhängig)
- Laufzeit: Bis 20 Jahre wählbar
- Tilgungs-freie Jahre: 1-3 Jahre möglich
- Für: PV-Anlage mit oder ohne Speicher
- Auch: Kombination mit Wallbox oder Wärmepumpe
Antrag-Prozess KfW:
- Nicht direkt bei KfW beantragen
- Über Hausbank (Sparkasse, Volksbank, etc.)
- Vor Kauf beantragen (nicht nachträglich)
- Bank prüft Bonität
- Bei Bewilligung: Finanzierung über Bank abgewickelt
Bei 42watt: Mini PV optimal dimensioniert
Wir analysieren Ihren Stromverbrauch nach Tageszeit. Wir berechnen ob sich ein Speicher für Ihr Profil lohnt. Wir dimensionieren die Anlage für maximalen Eigenverbrauch. Wir prüfen kommunale Förderungen in Ihrer Stadt. Wir melden die Anlage im Marktstammdatenregister an. Wir integrieren mit Smart-Home-System falls gewünscht.
Typisches Ergebnis: Eine Familie plant Mini PV Anlage für Balkon. Ihr Jahresverbrauch liegt bei 3.500 Kilowattstunden. Tagsüber ist niemand zu Hause (Vollzeit-Jobs). Abends hoher Verbrauch durch Kochen, Waschen, TV. Wir empfahlen 2× 400 Watt Module mit 800 Watt Wechselrichter plus 2 Kilowattstunden Speicher. Kosten: 1.650 Euro. Förderung Frankfurt: 200 Euro. Eigenanteil: 1.450 Euro. Jahres-Ertrag: 750 Kilowattstunden. Eigenverbrauch mit Speicher: 85 Prozent = 638 Kilowattstunden. Ersparnis: 223 Euro pro Jahr. Amortisation: 6,5 Jahre. Über 20 Jahre Ersparnis: 4.460 Euro. Die Investition lohnte sich.
Noch mehr Energiekosten sparen?
Unsere Experten beraten Sie zu Ihrem optimalen Energiesystem.




.png)
.png)

%20Kopie.png)



.png)
