
Solarpflicht Deutschland: Welche Bundesländer haben Pflicht 2026
Die Solarpflicht gilt 2025 in 9 von 16 Bundesländern. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Pflicht bereits eingeführt oder planen sie für 2026. Die Regelungen unterscheiden sich massiv zwischen den Ländern. Nordrhein-Westfalen verlangt mindestens 30 Prozent der Netto-Dachfläche. Niedersachsen fordert 50 Prozent. Bremen setzt bei 80 Prozent Dachhaut-Erneuerung an. Die Strafen bei Nicht-Einhaltung liegen zwischen 5.000 und 50.000 Euro je nach Bundesland und Gebäude-Typ.

Die kritische Änderung 2025/2026 betrifft Dach-Sanierungen im Bestand. Bisher galt die Solarpflicht hauptsächlich für Neubauten. Ab 1. Januar 2025 in Niedersachsen und ab 1. Januar 2026 in Nordrhein-Westfalen greift die Pflicht auch bei kompletter Dachhaut-Erneuerung. Viele Hausbesitzer wissen das nicht. Sie planen eine normale Dach-Sanierung und werden von der Solarpflicht überrascht. Die Mehr-Kosten liegen bei 8.000 bis 15.000 Euro für eine Pflicht-konforme PV-Anlage.
Die wirtschaftliche Seite relativiert die Belastung. Eine PV-Anlage amortisiert sich durch Stromkosten-Einsparung und Einspeise-Vergütung in 8 bis 12 Jahren. Die 0-Prozent-Mehrwertsteuer seit 2023 spart 19 Prozent der Investitions-Kosten. Die Einkommensteuer-Befreiung für Anlagen bis 30 Kilowatt-Peak eliminiert administrativen Aufwand. Die KfW bietet 100-Prozent-Finanzierung über Programm 270. Die Bundesländer haben die Pflicht so gestaltet dass wirtschaftliche Unzumutbarkeit als Befreiungs-Grund gilt wenn die Amortisation über 25 Jahre liegt.
Bei 42watt prüfen wir für Sie welches Bundesland welche Solarpflicht hat. Wir berechnen ob Ihre geplante Dach-Sanierung die Pflicht auslöst. Wir dimensionieren Ihre PV-Anlage so dass sie die gesetzlichen Mindest-Anforderungen erfüllt. Wir unterstützen bei Befreiungs-Anträgen wenn technische Unmöglichkeit oder Denkmalschutz vorliegen. Wir koordinieren mit Bauaufsichts-Behörden für rechtssichere Installation.
Welche Bundesländer haben Solarpflicht 2025/2026?
Bundesländer mit aktiver Solarpflicht
Niedersachsen (seit 1. Januar 2025):
- Neubauten: Alle mit über 50 m² Dachfläche müssen PV haben
- Bestandsgebäude: Bei Dachsanierung über 50 Prozent Fläche Pflicht
- Parkplätze: Über 25 Stellplätze brauchen PV-Überdachung
- Mindest-Anforderung: 50 Prozent der Dachfläche belegen (50/50-Regel)
- Ausnahmen: Denkmalschutz, technisch unmöglich, über 25 Jahre Amortisation
- Strafen: 5.000-25.000 € je nach Gebäude-Typ
Nordrhein-Westfalen (gestaffelt 2025-2026):
- Neubauten Wohngebäude: Seit 1. Januar 2025 Pflicht
- Bestandsgebäude: Ab 1. Januar 2026 bei kompletter Dachhaut-Erneuerung
- Mindest-Anforderung: 30 Prozent der Netto-Dachfläche oder Pauschal-Werte
- Pauschal-Werte: 3 kWp Einfamilienhaus, 4 kWp bis 5 Wohneinheiten, 8 kWp bis 10 Wohneinheiten
- Definition Dachhaut-Erneuerung: Kompletter Austausch nicht nur Reparatur
- Ausnahmen: 25 Jahre Amortisation, 3 Angebote alle über 70 Prozent System-Kosten
- Strafen: 5.000-100.000 € je nach Schwere
Baden-Württemberg (seit 2022 Pionier):
- Neubauten: Seit Mai 2022 alle Wohngebäude
- Nichtwohngebäude: Seit Januar 2022
- Bestandsgebäude: Seit Januar 2023 bei grundlegender Dach-Sanierung
- Mindest-Anforderung: 60 Prozent der solar-geeigneten Dachfläche
- Bei Gründach: 30 Prozent ausreichend (Kombination Biodiversität plus Energie)
- Alternativen: Solarthermie oder Fassaden-PV möglich
- Wirtschaftlichkeits-Grenze: 10 Prozent Baukosten Wohngebäude, 20 Prozent Nichtwohngebäude
Berlin (seit Januar 2023):
- Neubauten: Alle über 50 m² Nutzfläche
- Bestandsgebäude: Bei wesentlichem Dach-Umbau
- Mindest-Anforderung: 30 Prozent Brutto-Dachfläche Neubau, 30 Prozent Netto-Dachfläche Bestand
- Pauschal-Werte: 2 kWp bis 2 Wohneinheiten, 3 kWp 3-5 Wohneinheiten, 6 kWp 6-10 Wohneinheiten
- Besonderheit: 20 Prozent Dachfläche denkmalgeschützt (häufige Ausnahmen)
- Strafen: Bis 50.000 €
Hamburg (seit 2023):
- Neubauten: Seit 2023 Pflicht
- Bestandsgebäude: Bei Dach-Sanierung seit 2024/2025
- Besonderheit Flachdach: Ab 1. Januar 2027 Solar-Gründach-Pflicht (70 Prozent Begrünung plus PV)
- Mindest-Anforderung: 30 Prozent Dachfläche
- Ausnahmen: Standard (technisch, wirtschaftlich)
Bremen (seit Juli 2024):
- Dach-Sanierung: Bei über 80 Prozent Dachhaut-Erneuerung (hoher Schwellenwert)
- Neubauten: Seit Juli 2025 über 50 m² Brutto-Dachfläche
- Mindest-Anforderung: 50 Prozent Brutto-Dachfläche
- Zeitrahmen: Installation innerhalb 2 Jahren nach Sanierung
- Minimum: 1 kWp Leistung (sehr niedrig)
- Besonderheit: 2-Jahres-Frist gibt Flexibilität
Schleswig-Holstein (ab März 2026):
- Neubauten: Ab 29. März 2026 alle Wohngebäude
- Bestandsgebäude: Aktuell nur Nichtwohngebäude, Wohngebäude nicht geplant
- Übergangs-Regel: Bauantrag vor 29. März 2026 noch ohne Pflicht
- Parkplätze: Ab 70 Stellplätze Pflicht
Bundesländer mit Soll-Vorschrift oder Planung
Bayern (Soll-Vorschrift seit Januar 2025):
- Nichtwohngebäude: Verbindliche Pflicht seit 2023
- Wohngebäude: Nur "Soll-Vorschrift" (dringende Empfehlung aber nicht sanktionierbar)
- Empfehlung: Mindestens ein Drittel geeigneter Dachfläche bei über 50 m²
- Realität: Keine Strafen bei Nicht-Befolgung für Wohngebäude
Hessen (in Planung):
- Aktuell: Nur landeseigene Gebäude betroffen
- Privathäuser: Noch nicht verpflichtet
- Zeitrahmen: Gesetzes-Vorlage 2025/2026 erwartet
Rheinland-Pfalz (PV-ready Ansatz):
- Keine direkte Solarpflicht
- Neubauten: "PV-ready" erforderlich (Dach-Anschlüsse plus Strom-Leitungen vorbereitet)
- Schwächer als andere Bundesländer
Bundesländer ohne Solarpflicht
Keine Pflicht aktuell:
- Mecklenburg-Vorpommern
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
- Saarland
- Brandenburg
Solarpflicht-Übersicht nach Bundesland:
Wann greift die Solarpflicht bei Dach-Sanierungen?
Definition grundlegende Dach-Sanierung
Die Solarpflicht bei Bestands-Gebäuden hängt davon ab was als "grundlegende" oder "komplette" Dach-Sanierung gilt. Die Definition unterscheidet sich zwischen Bundesländern.
Nordrhein-Westfalen Definition:
- Komplette Dachhaut-Erneuerung erforderlich
- Umfasst: Austausch der gesamten Dach-Abdichtung oder aller Ziegel
- NICHT auslösend: Einzelner Ziegel-Tausch, Reparaturen, Dachfenster-Einbau
- NICHT auslösend: Dämmung ohne Eingriff in äußere wasser-führende Schicht
- Auslösend: Kompletter Ziegel-Austausch oder neue Abdichtungs-Bahnen bei Flachdach
Niedersachsen Definition:
- Sanierung über 50 Prozent der Dachfläche
- Mindest-Dachfläche: 50 m² betroffen
- Auslösend: Mehr als Hälfte der Dach-Eindeckung erneuert
Bremen Definition:
- Über 80 Prozent Dachhaut-Erneuerung (hoher Schwellenwert)
- Mindest-Dachfläche: 25 m²
- Zeitrahmen: 2 Jahre Zeit für Installation nach Sanierung
Berlin Definition:
- Über 50 Prozent Dachfläche saniert
- Mindest-Nutzfläche: 50 m²
Praxis-Beispiele wann Pflicht greift
Auslöser für Solarpflicht:
- Komplette Dach-Eindeckung neu (alle Ziegel ausgetauscht)
- Flachdach-Abdichtung komplett erneuert
- Dämmung im Dachgeschoss mit Eingriff in Dachhaut
- Dach-Aufstockung mit neuer Dach-Konstruktion
- Über 50-80 Prozent der Fläche betroffen (je nach Bundesland)
Keine Auslöser für Solarpflicht:
- Einzelne Ziegel repariert oder ersetzt
- Regenrinnen erneuert (Spenglerarbeiten)
- Dachfenster eingebaut ohne Dach-Eindeckung zu ändern
- Innen-Dämmung ohne Eingriff in äußere Schicht
- Unter 50 Prozent Fläche betroffen
Zeitpunkte der Einführung
Kritische Stichtage nach Bundesland:
- Niedersachsen: 1. Januar 2025 auch Bestandsgebäude
- Nordrhein-Westfalen: 1. Januar 2026 auch Bestandsgebäude
- Baden-Württemberg: 1. Januar 2023 auch Bestandsgebäude
- Berlin: 1. Januar 2023 auch Bestandsgebäude
- Hamburg: 2024/2025 auch Bestandsgebäude
- Bremen: 1. Juli 2024 auch Bestandsgebäude
Übergangs-Regelung:
- Bauantrag vor Stichtag eingereicht: Meist noch alte Regelung
- Baubeginn vor Stichtag: In manchen Ländern alte Regelung
- Entscheidend: Datum des Bauantrags oder Baubeginn (bundesland-spezifisch)
Welche Ausnahmen und Befreiungen gibt es?
Technische Unmöglichkeit
Statik-Probleme:
- Dach-Konstruktion trägt zusätzliches Gewicht nicht
- Verstärkung würde fünfstellige Beträge kosten
- Gutachten vom Statiker erforderlich als Nachweis
- Befreiung meist gewährt wenn Kosten unverhältnismäßig
Verschattung:
- Dach vollständig nach Norden ausgerichtet
- Bäume oder Nachbar-Gebäude schatten komplett
- PV-Ertrag unter wirtschaftlicher Mindest-Grenze
- Verschattungs-Analyse erforderlich als Nachweis
Dach-Material:
- Reet-Dächer oder Stroh-Dächer (Brandschutz)
- Glas-Dächer filigran (Konstruktion)
- Asbest-Dächer wo Sanierung zuerst nötig (Kosten)
- Material-spezifische Ausnahmen je nach Bundesland
Denkmalschutz
Denkmalschutz ist häufigster Befreiungs-Grund aber nicht automatisch. Klimaschutz hat an Gewicht gewonnen in Rechtsprechung.
Denkmalschutz-Regelung:
- Gebäude unter Denkmalschutz oder in Ensemble-Schutz-Bereich
- PV-Anlage darf historisches Erscheinungsbild nicht erheblich beeinträchtigen
- Prüfung im Einzelfall erforderlich
- Alternative Lösungen müssen geprüft werden
Alternative Lösungen:
- Dach-integrierte Anlagen (Solar-Dachziegel)
- Installation auf nicht einsehbaren Flächen
- Fassaden-PV wenn Dach nicht möglich
- Externe PV-Anlage auf anderem Gebäude auf Grundstück
Städte mit hohem Denkmalschutz-Anteil:
- Berlin: 20 Prozent Brutto-Dachfläche denkmalgeschützt
- München: Historische Altstadt groß
- Hamburg: Speicherstadt und andere Bereiche
- Einzelfall-Prüfung immer erforderlich
Wirtschaftliche Unzumutbarkeit
Die wirtschaftliche Unzumutbarkeit ist in vielen Bundesländern klar definiert. Die 25-Jahres-Amortisations-Grenze ist Standard.
25-Jahres-Regel:
- Amortisation über 25 Jahre gilt als wirtschaftlich unzumutbar
- Berechnung nach anerkannten finanz-mathematischen Methoden
- Berücksichtigt: Investitions-Kosten, Förderung, Einsparung, Einspeise-Vergütung, Betriebs-Kosten
- Nachweis-Pflicht liegt beim Antragsteller
Formel Amortisations-Berechnung:
Amortisationszeit = (Investitionskosten - Fördermittel) / (Jährliche Einsparung + Einspeisevergütung - Betriebskosten)
Nordrhein-Westfalen zusätzliche Regel:
- 3 Angebote einholen erforderlich
- Alle 3 Angebote über 70 Prozent der System-Kosten-Grenze
- System-Kosten-Grenze: Wirtschaftlich vertretbare Maximal-Kosten definiert
- Nur wenn alle 3 über Grenze liegt Befreiung möglich
Realität wirtschaftliche Befreiung:
- Seit 0-Prozent-Mehrwertsteuer und hohen Strompreisen selten erfolgreich
- PV amortisiert sich meist in 8-12 Jahren (deutlich unter 25 Jahre)
- Erfolgreiche Anträge nur bei extremer Verschattung oder Asbest-Sanierung nötig
Bagatell-Grenzen
Mindest-Dachflächen:
- Niedersachsen: Unter 50 m² keine Pflicht
- Berlin: Unter 50 m² Nutzfläche keine Pflicht
- Bremen: Unter 25 m² keine Pflicht
- Nordrhein-Westfalen: Keine explizite Grenze aber wirtschaftlich vertretbar
Ausgenommene Gebäude-Typen:
- Garagen (meist ausgenommen)
- Carports (meist ausgenommen)
- Nebengebäude unter 50 m²
- Behelfsbauten
- Fliegende Bauten (Zelte)
Welche Strafen drohen bei Nicht-Einhaltung?
Bußgeld-Regelungen nach Bundesland
Die Strafen unterscheiden sich massiv zwischen Bundesländern und Gebäude-Typen.
Niedersachsen Bußgeld-Staffelung:
- Einfamilienhaus: 5.000-10.000 €
- Mehrfamilienhaus: 10.000-25.000 €
- Nichtwohngebäude: 15.000-50.000 €
- Abhängig von Gebäude-Größe
Nordrhein-Westfalen Bußgeld-Staffelung:
- Leichte Verstöße: 5.000-15.000 €
- Mittlere Verstöße: 15.000-50.000 €
- Schwere Verstöße: 50.000-100.000 € (große Gewerbe-Gebäude)
- Abhängig von Vorsatz und Gebäude-Größe
Berlin Bußgeld-Staffelung:
- Maximum: 50.000 € möglich
- Gestaffelt nach Schwere
- Auch Wohngebäude betroffen
Baden-Württemberg Bußgeld-Staffelung:
- Einfamilienhaus: 5.000-15.000 €
- Mehrfamilienhaus: 15.000-30.000 €
- Nichtwohngebäude: 20.000-50.000 €
Strafen-Vergleich nach Bundesland und Gebäude-Typ:
Zwangsgelder zusätzlich
Neben Bußgeld können Zwangsgelder verhängt werden um Nachrüstung zu erzwingen.
Zwangsgeld-Mechanismus:
- Verhängung nach Bußgeld wenn keine Installation erfolgt
- Wiederholte Verhängung möglich bis rechtmäßiger Zustand
- Höhe: Meist gleich oder höher als ursprüngliches Bußgeld
- Nicht straf-rechtlich sondern ordnungs-rechtlich
Bauaufsichtliche Maßnahmen:
- Verweigerung der Bau-Abnahme bei Neubau
- Verweigerung der Nutzungs-Genehmigung
- Massive Verzögerungen für Bauherrn
- Potentielle Regress-Ansprüche von Käufern oder Mietern
Kontrolle durch Behörden
Wie wird kontrolliert:
- Bauaufsichts-Behörden prüfen bei Neu-Bau-Abnahme
- Bei Dach-Sanierung oft Kontroll-Besuch
- Nachbarn können Verstöße melden
- Luftbild-Auswertung durch Kommunen (automatisiert)
- Abgleich mit Marktstammdaten-Register
Nachweis-Pflicht:
- Registrierungs-Bestätigung Marktstammdaten-Register erforderlich
- Aufbewahrungs-Pflicht 10 Jahre
- Vorlage auf Verlangen der Behörde
- Fehlende Nachweise können Bußgeld auslösen
Verjährungs-Fristen
Ordnungswidrigkeiten-Verjährung:
- Meist 3 Jahre ab Tat-Begehung
- Bei Dauer-Verstoß läuft Frist neu jeden Tag
- Unterbrechung der Verjährung durch behördliche Maßnahmen
- Praktisch: Bis zu 10 Jahre verfolgbar bei verzögerter Entdeckung
Was kostet eine Solarpflicht-konforme PV-Anlage?
Investitions-Kosten nach Gebäude-Größe
Einfamilienhaus typisch:
- Mindest-Anforderung: 2-4 kWp je nach Bundesland
- Investitions-Kosten: 6.000-10.000 € komplett installiert
- Mit Batterie-Speicher: 12.000-18.000 €
- 0-Prozent-Mehrwertsteuer spart: 1.900-3.400 € (19 Prozent)
Mehrfamilienhaus 5-10 Wohneinheiten:
- Mindest-Anforderung: 6-8 kWp
- Investitions-Kosten: 10.000-16.000 € ohne Speicher
- Mit Speicher: 18.000-28.000 €
- 0-Prozent-Mehrwertsteuer spart: 3.400-5.300 €
Kosten-Aufstellung Beispiel 5 kWp:
- Module 5 kWp: 2.500-3.500 €
- Wechselrichter: 1.500-2.200 €
- Montage-System: 800-1.200 €
- Installation: 1.500-2.500 €
- Netzanschluss und Zähler: 500-800 €
- Gesamt: 6.800-10.200 €
Kosten-Vergleich nach Anlagen-Größe:
Förderungen und steuerliche Vorteile
0-Prozent-Mehrwertsteuer (seit 2023 unbefristet):
- Gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp
- Umfasst Module, Wechselrichter, Speicher, Installation
- Einsparung: 19 Prozent der Brutto-Investition
- Keine Antrags-Pflicht (automatisch beim Kauf)
- Beispiel: Bei 10.000 € Anlage sparen Sie 1.900 €
Einkommensteuer-Befreiung:
- Für Anlagen bis 30 kWp keine Einkommensteuer auf Einspeise-Vergütung
- Kein administrativer Aufwand (keine Anlage EÜR nötig)
- Gilt auch für Eigenverbrauch-Vorteil
- Vereinfachung spart Steuerberater-Kosten (ca. 500 €/Jahr)
KfW-Programm 270:
- Kredit für erneuerbare Energien
- Bis zu 100 Prozent Finanzierung möglich
- Zins-Satz: 4-6 Prozent effektiv (marktabhängig)
- Laufzeit: Bis 20 Jahre
- Tilgungs-freie Anlaufjahre möglich (1-3 Jahre)
Landes-spezifische Zuschüsse:
- Berlin SolarPlus: 300-500 € Zuschuss für Speicher
- Bayern 10-Jahres-Speicher-Programm: 500-3.200 € (2024 ausgelaufen)
- Kommunale Programme: Prüfen bei Stadt/Gemeinde
- Meist 500-2.000 € zusätzlich möglich
Wirtschaftlichkeits-Berechnung Beispiel
Einfamilienhaus 5 kWp ohne Speicher:
- Investitions-Kosten netto: 8.000 €
- Jährlicher Strom-Ertrag: 4.750 kWh
- Eigenverbrauchs-Quote: 30 Prozent (1.425 kWh)
- Strom-Kosten-Einsparung: 1.425 kWh × 0,35 €/kWh = 499 €/Jahr
- Einspeise-Vergütung: 3.325 kWh × 0,08 €/kWh = 266 €/Jahr
- Betriebs-Kosten: 150 €/Jahr (Versicherung, Wartung)
- Netto-Ersparnis: 499 + 266 - 150 = 615 €/Jahr
- Amortisation: 8.000 € / 615 € = 13 Jahre
Einfamilienhaus 5 kWp mit 5 kWh Speicher:
- Investitions-Kosten netto: 14.000 €
- Eigenverbrauchs-Quote: 65 Prozent (3.088 kWh)
- Strom-Kosten-Einsparung: 3.088 kWh × 0,35 €/kWh = 1.081 €/Jahr
- Einspeise-Vergütung: 1.662 kWh × 0,08 €/kWh = 133 €/Jahr
- Betriebs-Kosten: 200 €/Jahr
- Netto-Ersparnis: 1.081 + 133 - 200 = 1.014 €/Jahr
- Amortisation: 14.000 € / 1.014 € = 14 Jahre
Wirtschaftlichkeits-Vergleich:
Alle Szenarien liegen deutlich unter der 25-Jahres-Grenze für wirtschaftliche Unzumutbarkeit.
Wie erfülle ich die Solarpflicht rechtssicher?
Schritt-für-Schritt Vorgehen
1. Bundesland-spezifische Regelung prüfen:
- Welches Bundesland gilt für Ihr Grundstück
- Aktuelle Gesetzes-Lage recherchieren
- Stichtage für Neubauten und Bestandsgebäude prüfen
- Mindest-Anforderungen an Flächen-Belegung oder Leistung
2. Prüfen ob Ausnahme-Tatbestand vorliegt:
- Denkmalschutz bei Denkmalbehörde erfragen
- Statik von Fachmann prüfen lassen
- Verschattungs-Analyse durchführen
- Wirtschaftlichkeits-Berechnung erstellen
3. Bei Ausnahme Befreiung beantragen:
- Antrag bei zuständiger Bauaufsichts-Behörde
- Gutachten und Nachweise beifügen
- Bearbeitungs-Zeit einplanen (4-12 Wochen)
- Entscheidung abwarten vor Baubeginn
4. Angebote von Fach-Betrieben einholen:
- Mindestens 3 Angebote (in NRW Pflicht für Befreiung)
- Angebote müssen Mindest-Anforderung erfüllen
- Vergleich von Leistung, Garantie, Preis
- Referenzen und Zertifizierungen prüfen
5. Installation durch Fach-Betrieb:
- Nur zertifizierte Elektriker für Netzanschluss
- VDE-Normen einhalten
- Netzanschluss beim Netzbetreiber anmelden
- Installation dokumentieren
6. Registrierung im Marktstammdaten-Register:
- Innerhalb 1 Monat nach Inbetriebnahme
- Online bei Bundesnetzagentur
- Bestätigung aufbewahren (10 Jahre)
- Bei Bauaufsicht vorlegen auf Anfrage
Alternative Erfüllungs-Optionen
Solarthermie statt PV:
- In den meisten Bundesländern erlaubt
- Baden-Württemberg: Ausdrücklich genannt
- Nordrhein-Westfalen: Möglich
- Flächen-Anforderung meist identisch
Fassaden-PV:
- Baden-Württemberg: Explizit erlaubt
- Berlin: Bei Denkmalschutz oft gefordert
- Andere Bundesländer: Einzelfall-Prüfung
Externe PV auf anderem Gebäude:
- Wenn auf Hauptgebäude nicht möglich
- Auf Nebengebäude auf gleichem Grundstück
- Nachweise erforderlich warum Hauptgebäude nicht geeignet
Zeitrahmen-Planung
Neubauten:
- PV-Anlage muss vor Bau-Abnahme fertig sein
- Einplanen: 2-4 Wochen Liefer-Zeit Module
- Einplanen: 1-2 Wochen Installation
- Einplanen: 2-4 Wochen Netzanschluss-Genehmigung
- Gesamt: Mindestens 6-8 Wochen vor Abnahme beginnen
Dach-Sanierungen:
- Bremen: 2 Jahre Zeit nach Sanierung
- Andere Bundesländer: Meist gleichzeitig mit Sanierung
- Ideal: PV-Installation direkt mit Dach-Sanierung koppeln (Gerüst-Kosten sparen)
Bei 42watt: Solarpflicht-Compliance sicher umsetzen
Wir prüfen für jeden Kunden welches Bundesland welche Solarpflicht hat. Wir berechnen die Mindest-Anforderung für Ihr spezifisches Gebäude. Wir erstellen Wirtschaftlichkeits-Berechnungen für Befreiungs-Anträge wenn nötig. Wir koordinieren mit Bauaufsichts-Behörden und Netzbetreibern. Wir installieren VDE-konform und dokumentieren alles für rechtssichere Abnahme.
Typisches Ergebnis: Ein Kunde plant Dach-Sanierung in NRW für 2026. Er wusste nicht dass ab 1. Januar 2026 Solarpflicht bei kompletter Dachhaut-Erneuerung greift. Wir zeigten dass sein Dach 120 Quadratmeter hat. Die Mindest-Anforderung liegt bei 36 Quadratmeter PV (30 Prozent) oder 4 Kilowatt-Peak pauschal für sein Mehrfamilienhaus mit 5 Wohneinheiten. Die Kosten: 8.500 Euro netto. Die Amortisation: 11 Jahre. Er entschied sich PV direkt mit Dach-Sanierung zu koppeln. Das Gerüst war ohnehin da. Die Mehr-Kosten minimal gegenüber späterer Nachrüstung. Die Solarpflicht wurde rechtssicher erfüllt.
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