Welche Wärmepumpe ist die richtige? Typenvergleich 2026
Drei Wärmepumpentypen kommen für Hausbesitzende infrage: Luft-Wasser, Sole-Wasser und Wasser-Wasser. Die richtige Wahl hängt von Grundstück, Gebäudezustand und Budget ab. Dieser Ratgeber vergleicht Technik, Kosten und Förderung mit Stand Juli 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Luft-Wasser-Wärmepumpen haben 2025 einen Marktanteil von 95 Prozent (BWP)
- BEG-Förderung deckt ab 21. Juli 2026 bis zu 70 Prozent (80 Prozent bei niedrigem Einkommen), Förderhöchstbetrag 28.000 € für die erste Wohneinheit
- Fraunhofer ISE misst im Bestand eine JAZ von 3,4 (Luft-Wasser) bzw. 4,3 (Sole-Wasser)
- Rund 80 Prozent der 2025 verkauften Wärmepumpen gehen in Bestandsgebäude
- Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab 21. Juli 2026 von 20 auf 16 Prozent, der Effizienzbonus entfällt
Was ist eine Wärmepumpe und welche Typen gibt es?
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und hebt sie auf ein nutzbares Temperaturniveau an. Sie nutzt dafür Luft, Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle. Ein Kältemittel verdampft bei niedriger Temperatur, ein Verdichter komprimiert es, dabei steigt die Temperatur. Diese Wärme geben Wärmepumpen an Heizkreis und Warmwasser ab. Drei Bauarten dominieren den deutschen Markt:
Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Außenluft. Sie benötigen keine Erdarbeiten und keine Genehmigung. Laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. entfielen 2025 rund 95 Prozent aller neu installierten Heizungs-Wärmepumpen auf diesen Typ.
Sole-Wasser-Wärmepumpen erschließen Erdwärme über Erdkollektoren oder Erdsonden. Die Temperatur im Untergrund bleibt ganzjährig konstant, das macht diesen Typ effizient, aber teurer in der Erschließung.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen Grundwasser. Sie erreichen im Betrieb hohe Effizienzwerte, brauchen aber eine wasserrechtliche Genehmigung und geeignete Grundwasserverhältnisse.
Im Neubau ist die Wärmepumpe längst Standard: 2024 heizten laut Fraunhofer ISE fast 70 Prozent der fertiggestellten Neubauten in Deutschland mit einer Wärmepumpe. Im Bestand ist die Technologie neuer, wächst aber schnell nach. Beide Marktsegmente unterscheiden sich vor allem bei Vorlauftemperatur und Heizlast, weniger bei der grundsätzlichen Eignung der Technik.
Welcher Wärmepumpentyp passt zu welchem Gebäude?
Die Wahl der Wärmepumpenart richtet sich nach Grundstücksfläche, Genehmigungsaufwand und gewünschter Effizienz. Luft-Wasser-Wärmepumpen passen auf fast jedes Grundstück. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen liefern höhere Effizienz, benötigen aber Platz, Genehmigungen oder passende Bodenverhältnisse. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede im laufenden Betrieb.
| Merkmal | Luft-Wasser | Sole-Wasser | Wasser-Wasser |
|---|---|---|---|
| Wärmequelle | Außenluft | Erdreich (Sonde/Kollektor) | Grundwasser |
| JAZ im Bestand (Ø) | 3,4 | 4,3 | keine belastbare Breitendaten |
| Genehmigung | keine | ab 100 m Sondentiefe: Bergbehörde | untere Wasserbehörde |
| Erschließungsaufwand | keiner | mittel bis hoch | hoch |
Die JAZ (Jahresarbeitszahl) beschreibt, wie viele Einheiten Wärme eine Wärmepumpe aus einer Einheit Strom über ein Jahr erzeugt. Die Werte in der Tabelle stammen aus einer Feldmessung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Das Projekt „WP-QS im Bestand" (November 2025) untersuchte dafür 77 Anlagen in Bestandsgebäuden. Luft-Wasser-Anlagen erreichten dort eine JAZ zwischen 2,6 und 4,9, erdgekoppelte Anlagen zwischen 3,6 und 5,4. Für Wasser-Wasser-Wärmepumpen liefert die Studie keine eigene Stichprobe, da diese Bauart seltener vorkommt.
Für Mehrfamilienhäuser und größere Bestandsobjekte lohnt sich oft eine Kaskadenschaltung aus mehreren kleineren Wärmepumpen statt einer einzelnen Großanlage. Das erhöht die Ausfallsicherheit und erlaubt eine feinere Anpassung an den tatsächlichen Wärmebedarf im Jahresverlauf.
Viele moderne Wärmepumpen tragen zusätzlich das SG-Ready-Label (Smart Grid Ready). Es kennzeichnet Geräte, die sich in Photovoltaik- und Smart-Home-Systeme einbinden lassen und flexibel auf günstigen Solarstrom reagieren. Das senkt den Bezug teuren Netzstroms, ersetzt aber keine korrekte Dimensionierung der Anlage.
Was kostet eine Wärmepumpe in Anschaffung und Betrieb?
Die Anschaffungskosten liegen je nach Typ zwischen 15.000 und 50.000 Euro, die Betriebskosten variieren mit Effizienz und Stromtarif. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Anlagen kosten mehr in der Erschließung, sparen dafür langfristig Stromkosten. Die folgende Tabelle zeigt marktübliche Preisspannen für ein Einfamilienhaus.
| Kostenfaktor | Luft-Wasser | Sole-Wasser | Wasser-Wasser |
|---|---|---|---|
| Gerät und Installation | 15.000 – 25.000 € | 20.000 – 35.000 € | 22.000 – 40.000 € |
| Erschließung | keine | 8.000 – 15.000 € | 6.000 – 20.000 € |
| Wartung pro Jahr | 150 – 250 € | 100 – 200 € | 200 – 300 € |
Diese Spannen sind Richtwerte aus Marktbeobachtungen, keine Festpreise. Die tatsächlichen Kosten hängen von Gebäude, Region und Fachbetrieb ab. Für die jährlichen Stromkosten einer Wärmepumpe zählt vor allem die JAZ. Je höher sie ausfällt, desto weniger Strom verbraucht die Anlage pro Kilowattstunde Wärme.
Rechenbeispiel: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,4 versorgt ein 120-Quadratmeter-Haus mit einem Wärmebedarf von 12.000 Kilowattstunden pro Jahr. Der Strombedarf beträgt dann 12.000 geteilt durch 3,4, also rund 3.530 Kilowattstunden. Bei einem Wärmepumpentarif von 25 Cent pro Kilowattstunde ergeben sich Stromkosten von rund 880 Euro im Jahr. Bei einer schwächeren Anlage mit JAZ 2,6 steigt der Strombedarf auf rund 4.615 Kilowattstunden, die Kosten liegen dann bei etwa 1.150 Euro. Der Unterschied von 270 Euro pro Jahr zeigt: Eine sorgfältige Heizlastberechnung und Auslegung zahlt sich über die Nutzungsdauer aus.
Die Amortisationszeit einer geförderten Wärmepumpe hängt stark vom Vergleichssystem ab. Ersetzt sie eine alte Ölheizung mit hohen Brennstoffkosten, amortisiert sich die Investition häufig schneller als beim Ersatz einer bereits modernen Gasheizung. Eine pauschale Zahl dazu ist unseriös, da Energiepreise und Nutzerverhalten stark variieren.
Ein separater Wärmepumpentarif senkt die Betriebskosten zusätzlich. Viele Netzbetreiber verlangen dafür einen eigenen Zähler und teils kurze Abschaltzeiten pro Tag. Vergleichen Sie vor Vertragsabschluss den Wärmepumpentarif mit einem normalen Haushaltstarif, da sich Preisvorteile je nach Anbieter deutlich unterscheiden.
Wie hoch ist die BEG-Förderung für Wärmepumpen 2026?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) reformiert zum 21. Juli 2026 ihre Konditionen für die Heizungsförderung (Programm 458). Bis zum 20. Juli 2026, 20 Uhr, gelten noch die bisherigen Sätze. Die folgende Tabelle zeigt die ab dem 21. Juli 2026 gültigen Werte laut KfW.
| Förderbaustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | für alle selbstnutzenden Eigentümerinnen und Eigentümer |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Ersatz einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mindestens 20 Jahre alten Gasheizung; sinkt erstmals zum 1. Februar 2027 und danach halbjährlich um 4 Prozentpunkte |
| Einkommensbonus | 40 % / 30 % / 10 % | gestaffelt nach Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €; mit minderjährigem Kind im Haushalt steigen die Grenzen um jeweils 10.000 € |
| Effizienzbonus | entfällt | zuvor 5 % für natürliche Kältemittel, gestrichen seit 21. Juli 2026 |
| Förderhöchstbetrag, 1. Wohneinheit | 28.000 € | sinkt erstmals zum 1. Februar 2027 und danach halbjährlich um 750 € |
Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus lassen sich addieren. Die Obergrenze liegt bei 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer mit einem Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 Euro liegt sie bei 80 Prozent. Antragsstelle bleibt die KfW über das Programm 458, nicht das BAFA direkt. Details zur Antragstellung finden Sie im Beitrag zur BAFA-Förderung für Wärmepumpen.
Hinweis zur Umstellung: Vom 9. bis 20. Juli 2026 läuft eine technische Umstellungsphase. KfW und BAFA stellen in dieser Zeit keine neuen Bestätigungen zum Antrag aus. Bereits vorliegende gültige Bestätigungen gelten noch zu den alten Konditionen. Ab dem 21. Juli 2026 gelten ausschließlich die neuen Sätze.
In Österreich fördert die Richtlinie „Sauber Heizen für Alle" den Heizungstausch für einkommensschwache Haushalte. Sie deckt bis zu 100 Prozent der Kosten, gedeckelt auf 25.586 Euro bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. In der Schweiz variiert die Förderung stark nach Kanton. Grundbeiträge liegen meist zwischen 3.000 und 7.000 Schweizer Franken. Hinzu kommt eine bundesweite Klimaprämie von rund 360 Franken pro Kilowatt Heizleistung.
Eignet sich eine Wärmepumpe auch für den Altbau?
Ja, Wärmepumpen arbeiten auch in unsanierten Altbauten effizient, ohne dass eine Vollsanierung nötig ist. Das belegt eine vierjährige Feldmessung des Fraunhofer ISE an 77 Anlagen in Gebäuden von Baujahr 1826 bis 2001. Ausschlaggebend sind eher passende Vorlauftemperaturen und ein korrekter hydraulischer Abgleich als das Baualter selbst.
„Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden effizient betrieben werden können und dass sie klimaschonend heizen, ohne dass die Gebäude auf Neubaustandard saniert werden müssen", sagt Danny Günther, Teamleiter Wärmepumpen und Transformation Gebäudebestand am Fraunhofer ISE. Eine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz konnte die Studie nicht feststellen.
Die CO₂-Emissionen der gemessenen Anlagen lagen 2024 rund 64 Prozent unter denen vergleichbarer Gasheizungen, berechnet auf Basis viertelstündlicher Emissionswerte im deutschen Strommix. Auch der Marktanteil bestätigt den Trend: „Die KfW-Heizungsförderung wird nur im Bestand gewährt, wo mittlerweile knapp 80 Prozent des Absatzes von Wärmepumpen erzielt wird", erklärt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP, in der Absatzstatistik 2025 des Verbands. Mehr Details zu Vorlauftemperatur und Dämmstandard liefert der Beitrag Wärmepumpe im Altbau.
Für den erfolgreichen Betrieb im Bestand gelten drei Faustregeln. Erstens ein Heizwärmebedarf unter 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Zweitens Vorlauftemperaturen möglichst unter 55 Grad Celsius. Drittens ein hydraulischer Abgleich nach ZVSHK-Fachregel, Verfahren B. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen bis zu 75 Grad Vorlauftemperatur und funktionieren damit auch mit vorhandenen Heizkörpern.
Wie gehen Sie bei der Wärmepumpen-Auswahl konkret vor?
Der Auswahlprozess folgt drei Schritten: Heizlast berechnen, Wärmequelle prüfen, Angebote vergleichen. Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermittelt den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes. Sie verhindert die zwei häufigsten Planungsfehler: Überdimensionierung führt zu häufigem Takten und kürzerer Lebensdauer, Unterdimensionierung erhöht den Stromverbrauch durch den elektrischen Heizstab.
Im zweiten Schritt prüfen Sie, welche Wärmequelle das Grundstück hergibt. Reicht die Fläche nicht für Erdkollektoren und fehlt eine Genehmigung für Erdsonden oder Grundwasser, bleibt die Luft-Wasser-Wärmepumpe die praktikable Lösung. Der COP-Wert (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom im Momentanbetrieb. Er gibt einen ersten Hinweis auf die Effizienz eines Modells. Aussagekräftiger für die Jahresbilanz ist aber die JAZ. Mehr zur Berechnung liefert der Beitrag zum COP-Wert bei Wärmepumpen.
Im dritten Schritt vergleichen Sie mehrere Angebote von Fachbetrieben. Ein qualifizierter Fachbetrieb weist eine Sachkunde nach VDI 4645 Blatt 1 nach, verwendet BAFA-gelistete Geräte und liefert eine nachvollziehbare Heizlastberechnung im Angebot. Fragen Sie zusätzlich nach Referenzobjekten, Wartungsvertrag und Reaktionszeit bei Störungen. Eine unabhängige Energieberatung hilft, Anschaffungskosten, Förderung und Betriebskosten realistisch gegenüberzustellen, statt sich auf ein einzelnes Herstellerversprechen zu verlassen.
Auch der Schallschutz gehört zur Planung. Luft-Wasser-Wärmepumpen sollten einen Mindestabstand von 3 Metern zur Nachbargrenze einhalten und dürfen die Immissionsrichtwerte der TA Lärm nicht überschreiten. Ein durchdachter Aufstellort verhindert spätere Nachbarschaftskonflikte und teure Nachrüstungen.
Planen Sie außerdem Wartung und Garantie mit ein. Hersteller bieten üblicherweise 2 bis 10 Jahre Garantie an, abhängig von Modell und Wartungsvertrag. Ein jährlicher Wartungstermin durch den Fachbetrieb erhält die Effizienz über die gesamte Nutzungsdauer.
Gibt es einen Testsieger unter den Wärmepumpen?
Nein, es gibt keinen pauschalen Testsieger für alle Anwendungsfälle, da Stiftung-Warentest-Vergleiche jeweils nur ein enges Testfeld unter festgelegten Bedingungen abbilden. Im Test 10/2025 verglich Stiftung Warentest ausschließlich R290-Modelle der 10- bis 12-Kilowatt-Klasse in einem simulierten Altbau-Szenario mit 55 Grad Vorlauftemperatur. Die Viessmann Vitocal 250-A erreichte dort die Gesamtnote 2,0, knapp gefolgt von der Alpha Innotec Hybrox 11 und der Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus HK 400 mit je Note 2,2.
Stiftung Warentest weist selbst darauf hin, dass Tests unterschiedlicher Jahrgänge wegen geänderter Methodik nicht direkt vergleichbar sind. Frühere Testsieger-Angaben zu älteren Modelljahren sind deshalb überholt und sollten bei einer aktuellen Kaufentscheidung nicht mehr herangezogen werden. Welches Modell für Ihr Gebäude am besten passt, hängt von Heizlast, Vorlauftemperatur und Schallanforderungen vor Ort ab – nicht von einer einzelnen Testnote.
Häufige Fragen
Welche Wärmepumpe ist am effizientesten?
Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Durchschnitt höhere Jahresarbeitszahlen als Luft-Wasser-Anlagen, weil die Erd- oder Grundwassertemperatur ganzjährig konstant bleibt. Laut Fraunhofer ISE lag die durchschnittliche JAZ erdgekoppelter Anlagen im Bestand bei 4,3, bei Luft-Wasser-Anlagen bei 3,4. Die höhere Effizienz muss aber gegen höhere Erschließungskosten und den Genehmigungsaufwand abgewogen werden.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Ja, wenn Vorlauftemperatur und hydraulischer Abgleich stimmen. Die Fraunhofer-Feldstudie fand keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz. Entscheidend sind ausreichend dimensionierte Heizkörper und ein Heizwärmebedarf unter 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.
Wie hoch ist die maximale Förderung für eine Wärmepumpe 2026?
Ab dem 21. Juli 2026 deckt die BEG-Förderung maximal 70 Prozent der förderfähigen Kosten, für Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis 40.000 Euro bis zu 80 Prozent. Der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit liegt bei 28.000 Euro. Der frühere Effizienzbonus für natürliche Kältemittel entfällt seit der Reform.
Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Genehmigung?
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in Deutschland genehmigungsfrei, müssen aber Abstandsregeln und Lärmschutzwerte einhalten. Erdsonden ab 100 Metern Tiefe benötigen eine Anzeige bei der Bergbehörde, Wasser-Wasser-Wärmepumpen eine Erlaubnis der unteren Wasserbehörde.
Was kostet eine Wärmepumpe im Durchschnitt?
Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten inklusive Installation zwischen 15.000 Euro für einfache Luft-Wasser-Systeme und 40.000 Euro für Wasser-Wasser-Anlagen mit Erschließung. Nach Abzug der BEG-Förderung sinkt der Eigenanteil oft deutlich.
Welches Kältemittel ist bei modernen Wärmepumpen üblich?
Viele neue Modelle setzen auf Propan (R290), ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von nur 3. Ab 2027 begrenzt die EU-F-Gase-Verordnung den zulässigen GWP-Wert für die meistverkauften Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 Kilowatt auf 150, was natürliche Kältemittel weiter begünstigt.
Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V., Pressemitteilung „Über 50 Prozent im Plus" vom 27. Januar 2026; Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand", November 2025; Stiftung Warentest, Wärmepumpen-Test, Ausgabe 10/2025; KfW-Information für Multiplikatoren vom 9. Juli 2026 zur BEG-Heizungsförderung (Programm 458); Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase; Umweltförderung Österreich, Förderrichtlinie „Sauber Heizen für Alle" 2026; Bundesamt für Energie, Schweizerisches Gebäudeprogramm, Stand 2026.


